Von König Charles neu gestaltet
Schloss Windsor öffnet den Venus Garden

Der neu gestaltete Venus Garden am Schloss Windsor.
Der neu gestaltete Venus Garden am Schloss Windsor.
© ddp/CAMERA PRESS/ED/JL/Royal Collection Trust

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East Terrace Garden wird zu Venus Garden: In Schloss Windsor öffnet ein Garten, den König Charles III. nach eigenen Plänen umgestalten ließ.

Schloss Windsor öffnet in diesem Sommer einen neu gestalteten Garten für Besucher. Die Anlage unterhalb der östlichen Schlossfassade wurde nach Plänen von König Charles III. (77) überarbeitet und ist vom 16. Juli bis zum 13. September Teil des regulären Besucherrundgangs. Der frühere East Terrace Garden trägt nun den Namen Venus Garden.

Die Öffnung nach rund 18 Monaten Umgestaltung gab der Royal Collection Trust bekannt. Der Zugang zu dem Garten gehört in diesem Zeitraum zum normalen Eintritt für das über 1.000 Jahre alte Schloss. Besucher sehen dabei eine Seite des Gebäudes, die sonst nicht auf der üblichen Route liegt.

Grundriss nach der Umlaufbahn der Venus

Vorbild für das Beet- und Wegemuster ist die Umlaufbahn des Planeten Venus. Über acht Jahre hinweg ergibt ihr Lauf am Himmel eine blütenartige Figur. Diese Form bestimmt nun die Staudenbeete und die von immergrünen Hecken gesäumten Wege, durch die die Gäste gehen können. Rund 11.000 Frühlingszwiebeln sollen früh im Jahr für Farbe sorgen, Stauden und Rosen blühen im Sommer und Herbst. Angelegte Wildblumenwiesen sollen Insekten und Tieren Lebensraum bieten und das Nachhaltigkeitsanliegen des Königs aufgreifen.

Es sei "ein bedeutendes Projekt" gewesen, "um diesen historischen Garten für die Zukunft neu zu gestalten - ganz im Sinne der Vision Seiner Majestät, einen Ort zu schaffen, der über die Jahreszeiten hinweg und für kommende Generationen Schönheit, Reiz und Artenvielfalt bietet", sagte Scott Adam Scott, Garten- und Gärtnereimanager von Schloss Windsor.

200 Jahre Geschichte

Der Garten wurde in den 1820er-Jahren auf dem Gelände der früheren Kegelbahn Karls II. angelegt, um Georg IV. von seinen neuen Räumen aus einen Ausblick zu bieten. In den vergangenen 200 Jahren gestalteten ihn mehrere Generationen der Königsfamilie um: Im Zweiten Weltkrieg dienten die Beete den Schlossbewohnern als Nutzgärten; auch Queen Elizabeth und Prinzessin Margaret brachten eigene Ideen ein. Prinz Philip ließ die Fläche später in Rosenbeete umwandeln und einen zentralen Springbrunnen anlegen. Für die Öffentlichkeit war der Garten bisher nur gelegentlich zugänglich, zuletzt an Wochenenden in den Sommern 2020 und 2021.

Am Rand des Gartens stehen, gefasst von Eibenhecken, Skulpturen aus der Royal Collection. Dazu zählen vier Bronzefiguren von Hubert Le Sueur, die in den 1630er-Jahren für Karl I. entstanden. Ergänzt werden sie durch Vasen aus Marmor, Bronze und Stein, bleierne Urnen und weitere historische Gartenobjekte, von denen einige neu hinzugefügt wurden. Ein weiteres Stück soll folgen: Für eine Bronzefigur des Herkules mit der Schlange Achelous wird derzeit eine Genehmigung beantragt, um sie in den Garten zu bringen. Georg IV. erwarb sie 1829, von 1909 an stand sie bereits in Windsor. Seit 1963 war sie in den Kew Gardens aufgestellt, bevor sie dort im Herbst entfernt wurde, berichtet die BBC.

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