"Der positive Trend dürfte mit Lebensstiländerungen wie Rauchverzicht und einer verbesserten medizinischen Behandlung der Risikofaktoren für Herzinfarkte zusammenhängen", erklärte Wido-Geschäftsführer Helmut Schröder. Er verwies aber darauf, dass bei anderen Krankheiten, die wiederum das Herzinfarktrisiko erhöhen, ein negativer Trend zu verzeichnen sei. So stieg der Anteil von Patienten ab 20 Jahren mit Typ-2-Diabetes um 0,6 Prozentpunkte im Vergleich zu 2017, der Anteil von Bluthochdruckpatienten um 1,1 Prozentpunkte.
Bei der Häufigkeit von Herzinfarkten zeigten die Daten laut Wido deutliche Geschlechterunterschiede. So lag die Rate bei den 85- bis 89-jährigen Männern bei 1240 pro 100.000, während sie bei den gleichaltrigen Frauen lediglich bei 720 lag. "Für diese Unterschiede können nicht nur Lebensstilfaktoren oder biologische Faktoren verantwortlich sein, sondern auch Unterschiede in der Art und Intensität der Symptome", erklärte Schröder. "Sie führen oft dazu, dass ein Herzinfarkt bei Frauen nicht oder nicht rechtzeitig erkannt wird."