Rückkehr nach China: Fans in Tokio verabschieden sich von Panda-Zwillingen

Der Riesenpanda Xiao Xiao
Der Riesenpanda Xiao Xiao
© AFP
Panda-Fans in Tokio haben sich am Sonntag von einem äußerst beliebten Zwillingspaar der schwarzweißen Bären verabschiedet, die nach China zurückkehren sollen. Manche Besucher des Zoos in der japanischen Hauptstadt hatten beim Anblick der einzigen Pandas im Land Tränen in den Augen. Lei Lei und Xiao Xiao sollen angesichts der jüngsten Verschlechterung der Beziehungen zwischen Peking und Tokio am Dienstag nach China zurückgebracht werden.

Insgesamt 4400 glückliche Gewinner einer Online-Lotterie konnten am Sonntag die vierjährigen Panda-Zwillinge ein letztes Mal bewundern. Viele Fans trugen stolz Kleidung und Taschen mit Panda-Motiven.

Die Leihgabe der beiden schwarzweißen Bären an den Zoo in Tokio symbolisierte bislang die Freundschaft zwischen China und Japan seit der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen beider Staaten seit 1972. Ihre Rückkehr ins Heimatland war überraschend im vergangenen Monat verkündet worden, nachdem Japans neue konservative Regierungschefin Sanae Takaichi ein militärisches Eingreifen ihres Landes in Aussicht gestellt hatte, sollte Peking die Insel Taiwan angreifen.

China verfolgt seit Jahrzehnten eine sogenannte Pandadiplomatie, um durch den Dauerverleih der putzigen Bambusfresser seine internationalen Beziehungen zu stärken. Auch der Tierpark Hellabrunn in München soll zwei Pandas aus China bekommen, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch angekündigt hatte. Das Paar soll für zunächst zehn Jahre in München bleiben. Auch im Berliner Zoo leben derzeit vier Pandas, die ebenfalls China gehören.

In freier Wildnis in den Bambuswäldern im Südwesten Chinas leben Schätzungen zufolge nur noch etwa 1860 Große Pandas. Rund 600 weitere Exemplare leben in Gefangenschaft in Aufzuchtzentren, Zoos und Wildparks in aller Welt.

AFP