Die aus Thailand kommende Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluggesellschaft Jeju Air schoss am 29. Dezember 2024 bei einer Bauchlandung am Flughafen Muan ohne ausgefahrenes Fahrwerk über die Landebahn hinaus, krachte gegen die Betonmauer und ging in Flammen auf.
Die dicke Betonmauer war dem Rechnungshof zufolge für Antennen für ein Landungs-Navigationssystem errichtet worden, weil der Flughafen ein Gefälle aufweist. Eigentlich aber hätte der Boden wegen des Gefälles ausgeglichen werden müssen. Statt die Oberfläche kostspielig einebnen zu lassen, entschied das Verkehrsministerium, das Navigationshilfesystem auf einer erhöhten Konstruktion zu installieren. Also wurde die Betonmauer errichtet - laut Rechnungshof "um Kosten zu reduzieren".
Laut einer von der Regierung in Auftrag gegebenen und Anfang Januar veröffentlichten Simulation hätten alle Passagiere der Unglücksmaschine ohne die Existenz dieser Betonbarriere überlebt. Denn dann wäre die Maschine "etwa 770 Meter weit gerutscht, bevor sie zum Stehen gekommen wäre". Die Insassen wären vermutlich komplett ohne ernsthafte Verletzungen davongekommen, hieß es in dem Simulationsbericht.