Insgesamt wuchsen die Ausgaben des Staates im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent - und damit nur geringfügig schwächer als die monetären Sozialleistungen. Ihr Anteil an den Gesamtausgaben verharrte demnach bei 33,2 Prozent.
Mit 26,7 Prozent war der Anstieg beim Wohngeld am höchsten, gefolgt von den Zuschüssen für die Berufsförderung (plus 19,4 Prozent). Durch den Anstieg der Arbeitslosigkeit gab es auch einen deutlichen Zuwachs von 19,1 Prozent beim Arbeitslosengeld. Beim Pflegegeld lag der Anstieg bei 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bei der Sozialhilfe bei 7,8 Prozent. Das Bürgergeld war hingegen mit minus 1,5 Prozent leicht rückläufig.
Die Entwicklung der monetären Sozialleistungen hängt laut Statistikern zum einen von gesetzlichen Änderungen ab. Zum anderen spielen Faktoren wie die Situation am Arbeitsmarkt, die Inflationsrate oder die demografische Entwicklung eine Rolle.