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Südafrika Mandelas Zustand "kein Grund zur Panik"


Nelson Mandela ist aus dem Krankenhaus entlassen. Die südafrikanische Regierung hat sich darum bemüht, die Sorgen um den Anti-Apartheid-Helden zu dämpfen. Wegen Lungenproblemen war er am Mittwoch in Johannesburg ins Krankenhaus gebracht worden.

Nach zwei Tagen ist der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 92-jährige Friedensnobelpreisträger leide an einer akuten Atemwegsinfektion, werde aber fortan zuhause gepflegt, sagte der behandelnde Armeechefarzt in Johannesburg. Kurz nach Mandelas Entlassung traf ein Fahrzeugkonvoi mit Polizeiwagen an seinem Haus in Johannesburg ein.

Da die Polizei die Straße gesperrt hatte, war es nicht möglich, Mandela zu sehen. Die südafrikanische Regierung hat sich bemüht, die Sorgen um Mandela zu dämpfen. "Aus medizinischer Sicht gibt es keinen Grund zur Panik", erklärte Südafrikas Vize-Präsident Kgalema Motlanthe am Freitag. Der 92-jährige Ex-Präsident sei guter Dinge und empfange Besuch von Familienangehörigen und Freunden. Er leide unter "Beschwerden, die für Menschen in seinem Alter üblich sind, und die Gegebenheiten haben sich über Jahre hinweg entwickelt". Motlanthe erinnerte daran, dass Mandela während seiner langjährigen Haft auf Robben Island unter Tuberkulose gelitten und in der Vergangenheit mehrfach mit Atemwegsinfektionen zu kämpfen gehabt habe.

Mandela saß unter dem weißen Apartheidsregime wegen seines Kampfes gegen die Rassendiskriminierung 27 Jahre lang in Haft, setzte sich nach seiner Freilassung im Februar 1990 aber für einen friedlichen Wandel ein. Für seinen Kampf um Versöhnung und Demokratie wurde er 1993 gemeinsam mit dem damaligen Staatschef Frederik de Klerk mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Ein Jahr später wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt. 1999 gab er das Amt an Thabo Mbeki ab.

Danach engagierte er sich für mehrere von ihm gegründete Stiftungen für wohltätige Zwecke, darunter eine Stiftung, die kostenlos Medikamente an Aids-Infizierte verteilt. Seit einigen Jahren ist Mandela wegen seines hohen Alters zunehmend geschwächt und nur noch selten in der Öffentlichkeit zu sehen.

AFP/DPA DPA

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