Die Ermittler durchsuchten eigenen Angaben zufolge unter anderem Gebäude des Kommandos des Verteidigungs-Nachrichtendienstes und des Nationalen Nachrichtendienstes. Das Einsatzkommando werde "die Wahrheit hinter dem Drohnenvorfall durch die Analyse der beschlagnahmten Materialien und eine gründliche Untersuchung der Verdächtigen vollständig aufdecken", hieß es in einer Erklärung.
Anfang Januar hatte Pjöngjang Seoul das Eindringen einer Spionagedrohne in sein Territorium vorgeworfen. Die südkoreanische Regierung versicherte, nichts von dem Drohnenflug zu wissen und verwies auf eine mögliche Tat von Zivilisten. Südkoreas Präsident Lee Jae Myung verurteilte die Tat als "Kriegserklärung". Sie sei "gleichbedeutend mit einem Schuss" auf Nordkorea, sagte der südkoreanische Präsident und forderte, die Verantwortlichen streng zu bestrafen.
Ende Januar meldete die südkoreanische Polizei Durchsuchungen in Büros und Wohnungen von drei Zivilisten im Zusammenhang mit ihrer mutmaßlichen Beteiligung an dem Vorfall. Die drei Menschen wurden mittlerweile angeklagt. Ein Mann hat sich bereits zu dem Drohnenflug bekannt und erklärt, er habe die Strahlenbelastung durch eine nordkoreanische Uranaufbereitungsanlage messen wollen.