Zehn Monate nach einem tödlichen Messerangriff auf einem Kulturfest im bayerischen Parsberg hat am Freitag der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt wegen Mordverdachts gegen einen 43-Jährigen. Er soll seinen Cousin erstochen haben, um seine 20 Jahre zuvor in Syrien getötete Schwester zu rächen.
Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass der Tatverdächtige seinen Cousin für den gewaltsamen Tod seiner Schwester verantwortlich machte. Er soll den 39-Jährigen überraschend attackiert haben, dieser starb noch vor Ort. Die Anklage wirft dem 43-Jährigen nun Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vor.
Die Tat geschah im März 2025 auf einem Festgelände, wo etwa 1000 Menschen das kurdische Neujahrsfest feierten. Der Verdächtige wurde noch am Tattag festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Am Freitag wurde nach Angaben einer Gerichtssprecherin die Anklage gegen ihn verlesen. Das Gericht setzte 13 Verhandlungstage bis Ende Februar an.
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