Ein Todesfall hat den ersten Sieg der Handballer der SG Flensburg-Handewitt in der Hauptrundengruppe 1 der European League überschattet. Es sei in der Halle zu einem medizinischen Notfall gekommen, teilte der Club nach dem 40:35 (21:20) des Titelverteidigers über den französischen Club Montpellier HB mit: "Leider blieben alle eingeleiteten Maßnahmen erfolglos."
SG-Geschäftsführer Holger Glandorf sagte: "Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Der Handball und alles Sportliche rücken heute in den Hintergrund."
Die Franzosen zeigten sich vor 5.600 Zuschauern zunächst aufmerksam in der Defensive und konzentriert im Angriff. So hieß es in der 12. Minute 8:10 gegen die SG. Bis zur Pause schaffte es die Mannschaft von Trainer Ales Pajovic aber, sich eine knappe Führung zu erarbeiten.
Rückspiel am nächsten Dienstag in Südfrankreich
Erst im letzten Viertel der Partie waren die Flensburger dann die klar bessere Mannschaft. Beim 33:31 (49.) wehrte Torhüter Benjamin Buric einen Siebenmeter von Benjamin Richert ab. Im nächsten Angriff erhöhte Niclas Kirkelökke auf 34:31.
Bei Montpellier lief jetzt fast nichts mehr zusammen. Mit der Buric-Parade gegen Valentin Porte beim 38:35 (57.) war dann alles klar. Schon am nächsten Dienstag (20.45 Uhr/Dyn) kommt es in Südfrankreich zum Rückspiel. Bester Werfer der Norddeutschen in der Neuauflage des Endspiels von 2025 war Patrick Volz mit neun Treffern. Für Montpellier waren Porte und Leo Plantin je fünfmal erfolgreich.