Sie kritisierte, dass der Bundesregierung nach einer Kleinen Anfrage der Linken keine Zahlen zu kältebedingten Todesfällen bei Obdachlosen vorliegen. Dass hier eine entsprechende Datenbasis fehle, sei ein "eklatantes Versäumnis", sagte sie. Nur wer das Ausmaß der Not kenne, könne gezielte Hilfsprogramme entwickeln. Sie forderte den Bund auf, künftig zu erfassen, wie viele Menschen infolge von Kälte gesundheitliche Schäden erleiden oder sterben.
Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Sabine Bösing, bezeichnete die derzeitige Kälte für auf der Straße lebende Menschen als "lebensbedrohliche Gefahr". Es sei "leider traurige Realität, dass in jedem Winter Menschen an Unterkühlung sterben müssen", sagte sie der "Rheinischen Post". Bund und Kommunen müssten sich um ausreichend Notunterkünfte, niedrigschwellige Hilfsangebote und langfristige Lösungen gegen Obdachlosigkeit kümmern.