Wenn an diesem Samstag um kurz vor 18 Uhr die Champions-League-Hymne erklingt, richten sich die Augen des europäischen Fußballs auf die Puskás Aréna in Budapest. In der ungarischen Hauptstadt steht das Finale der Königsklasse auf dem Programm: Der französische Dauermeister Paris Saint-Germain trifft auf den englischen Topklub Arsenal London.
Anpfiff zum Finale der Champions League um 18 Uhr
PSG könnte nach Real Madrid erst die zweite Mannschaft werden, die den Titel seit der Einführung der Champions-League 1992 verteidigt. Die Franzosen gehen als Favorit in die Partie, für Arsenal wäre es der erste Triumph in dem Wettbewerb.
Die frühe Anstoßzeit in Budapest ist ungewöhnlich, „gelernt“ ist für die Fans 21 Uhr als Beginn der Partien in der Königsklasse – 18 Uhr ist in diesem Jahr eine Premiere. „Mit dieser Entscheidung soll durch die Optimierung von Logistik und Abläufen am Spieltag sowie durch andere konkrete Vorteile für ein besseres Erlebnis für Fans, Mannschaften und Austragungsstädte gesorgt werden“, versucht der europäische Fußballverband Uefa den Schritt in vielen Worten zu begründen.
Und weiter: „Angereiste Fans können vor allem nach dem Spiel öffentliche Verkehrsmittel besser erreichen, um sicher und bequem vom Stadion abzureisen. In den Austragungsstädten wird es einen positiven wirtschaftlichen Effekt geben, da die Fans nach dem Spiel die Möglichkeit haben, weiterzufeiern.“
Letztlich dürften es vor allem wirtschaftliche Gründe sein, die für die frühere Anstoßzeit sorgen. „Die neue Anstoßzeit entspricht auch besseren Übertragungszeiten, um das Endspiel weltweit noch mehr Zuschauer/-innen an den Bildschirmen und im Internet zugänglich zu machen.“ Und mehr Zuschauende bedeuten mehr Werbeeinnahmen.
ZDF zeigt Paris Saint-Germain gegen Arsenal London im TV und Stream
Die Football Supporters Europe (FSE), die größte europäische Vereinigung von Fußballfans, begrüßt die neue Anstoßzeit. „Dies ist ein willkommener Schritt für Fans, den wir voll und ganz unterstützen“, erklärte Geschäftsführer Ronan Evain nach Bekanntgabe der Entscheidung laut „Kicker“.
Das Finale in Budapest ist das einzige Spiel der laufenden Champions-League-Saison, das live im Free-TV zu sehen ist. Das ZDF überträgt ab 17.05 Uhr. Moderator Jochen Breyer meldet sich mit den Experten Per Mertesacker und Christoph Kramer aus der Puskás Aréna. Kommentiert wird das Spiel von Gari Paubandt. Die Übertragung ist auch im ZDF-Streamingportal zu sehen. Auch der Streaminganbieter Dazn überträgt das Duell zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal London.
Quellen: Uefa, „Kicker“, ZDF