Keine Fotos, keine Videos, keine Ferngläser: Der japanische Volleyball-Verband (JVA) hat auf einen Anstieg voyeuristischer Vorfälle reagiert und ein Verbot für Aufnahmen von Spielerinnen und Spielern am kommenden Wochenende bei der Japan Beach-Volleyball-Tour ausgesprochen. Das Aufzeichnen von Bildern mit jeglichen Geräten – einschließlich smarten Brillen – bei der Tonarino-Runde sei untersagt, teilte der Verband mit, nachdem Fans zuletzt vermehrt „böswillige“ Aufnahmen gemacht hätten.
„Wir nehmen die Tatsache sehr ernst“, dass sich das Problem mit „unangemessener Fotografie trotz wiederholter Warnungen nicht verbessert hat“, hieß es in einer Mitteilung. Bei dem Event am Wochenende seien auch Ferngläser, Operngläser und ähnliche Geräte verboten.
Spezielle Trikots – nicht nur beim Beachvolleyball
„Wir entschuldigen uns aufrichtig bei allen, die sich darauf gefreut hatten, zuzuschauen und Fotos zu machen, doch unsere oberste Priorität ist es, ein Umfeld zu gewährleisten, in dem sich die teilnehmenden Athletinnen und Athleten mit einem sicheren Gefühl auf ihre Leistung konzentrieren können“, hieß es weiter.
Die Sportverbände in Japan haben zuletzt wiederholt Maßnahmen ergriffen, um Athletinnen und Athleten vor unangemessener Fotografie zu schützen. So bestanden die Outfits der japanischen Frauenmannschaft bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris aus einem speziellen Material, das Infrarotaufnahmen blockiert, die Unterwäsche sichtbar machen könnten. Auch der japanische Turnverband führte bei Wettkämpfen ein Genehmigungssystem für Fotoaufnahmen ein.