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UN-Beobachter wegen Kämpfen aus Aleppo abgezogen


Angesichts der zunehmenden Gewalt in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo haben die Vereinten Nationen ihre Beobachter aus der Stadt abgezogen.

Angesichts der zunehmenden Gewalt in der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo haben die Vereinten Nationen ihre Beobachter aus der Stadt abgezogen. Die rund 20 unbewaffneten Beobachter seien am Wochenende in ihr Hauptquartier in der Hauptstadt Damaskus zurückverlegt worden, sagte eine UN-Sprecherin in New York. Es handele sich um einen vorübergehenden Abzug wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage.

Die Truppen von Staatschef Baschar al-Assad hatten ihre Angriffe auf von den Rebellen kontrollierte Stadtteile von Aleppo in den vergangenen Tagen verstärkt. Laut Aktivisten wurden in der Stadt in den vergangenen zwei Wochen hunderte Menschen getötet.

Aleppo war eine von vier regionalen Basen in Syrien, in denen die UN-Beobachtermission UNSMIS stationiert war, obwohl die Beobachter im Juni angesichts der eskalierenden Gewalt ihre Arbeit größtenteils faktisch einstellten. Die Zahl der Beobachter in Syrien wurde von 300 auf 150 halbiert. Das Mandat der Mission läuft noch bis zum 20. August; wie es dann mit der Mission weitergeht, ist unklar.

Missionsleiter General Babacar Gaye äußerte große Sorgen angesichts der Lage der Bewohner von Aleppo. Die Konfliktparteien müssten Zivilisten schützen und das internationale humanitäre Völkerrecht akzeptieren. Bei der Gewalt in Syrien wurden am Montag nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte 137 Menschen getötet, unter ihnen 82 Zivilisten.

Zur Unterstützung der zehntausenden syrischen Flüchtlinge in Jordanien entsendet Frankreich medizinische Hilfe in das Land. Der Einsatz eines Teams von Armeeärzten und -Chirurgen in Jordanien sei mit den dortigen Behörden abgestimmt, erklärte das Büro von Präsident François Hollande. Die Mediziner sollten Opfer der Kämpfe versorgen, die in wachsender Zahl aus Syrien nach Jordanien fliehen.

Nach Angaben des Elysée-Palastes reist Frankreichs Außenminister Laurent Fabius am 15. August nach Jordanien. Das Land hatte Ende Juli ein erstes Lager für zehntausende Flüchtlinge aus dem Nachbarland eröffnet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Amman flohen bereits mehr als 142.000 Syrer nach Jordanien, davon seien nur 36.000 bei den Vereinten Nationen registriert. Täglich kämen zwischen 1000 und 2000 weitere Flüchtlinge über die Grenze.

AFP Nicht verwenden (war Agentur)

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