Das Mandat der Fed sieht - anders als das der Europäischen Zentralbank (EZB), deren oberste Aufgabe die Bewahrung der Preisstabilität im Euroraum ist - auch die Sicherung eines möglichst hohen Beschäftigungsstandes vor, zusätzlich zum Inflationsziel von zwei Prozent. Höhere Energiepreise wegen des Iran-Krieges treiben nicht nur die Inflation nach oben, sondern könnten künftig womöglich auch das Wirtschaftswachstum bremsen, was sich dann auch auf die Beschäftigung auswirken könnte.
Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im Dezember gesenkt, Ende Januar war sie dann ungeachtet der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach weiteren Zinssenkungen auf einen abwartenden Kurs eingeschwenkt und hatte den Leitzins seitdem konstant gehalten. Die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet regulär am 15. Mai. Sein Nachfolger soll Trumps Wunschkandidat Kevin Warsh werden.