Die Zahl der gefangenen und anschließend getöteten Bären hat sich den am Montag veröffentlichten Daten zufolge im Vergleich zum Vorjahr mit 14.601 nahezu verdreifacht. Der bisherige historische Höchststand lag bei lag 9000 getöteten Bären im Haushaltsjahr 2023.
Im vergangenen Jahr hatte es in Japan außergewöhnlich viele Bärenangriffe gegeben. 13 Menschen wurden dabei nach Behördenangaben getötet, so viele wie noch nie. Fachleute führen den Anstieg auf eine schnell wachsende Bärenpopulation und die zunehmende Entvölkerung ländlicher Gebiete in Japan zurück.
Im vergangenen Jahr hatte es in Japans Wäldern zudem wenige Eicheln gegeben, sodass die Bären sich anderswo auf Nahrungssuche machten. So drangen Bären etwa bereits in Supermärkte ein und trieben sich in der Nähe von Schulen herum. In diesem Jahr gab es bislang bereits drei mutmaßlich durch Bären verursachte Todesfälle.
In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der größere Braunbär. Braunbären können eine halbe Tonne wiegen und schneller laufen als Menschen. Jedes Jahr werden tausende Tiere abgeschossen. Neben Jägern wurden zuletzt auch Polizisten und Soldaten in die betroffenen Gebiete entsandt, um bei der Jagd auf die Tiere zu helfen.