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Frage Nummer 3000078054 Gast

Haftpflicht beim Firmenwagen

Guten Tag,

mein Arbeitskollege ist beim Ausparken mit seinem Firmenwagen an meinen Firmenwagen gestoßen.

Nun meint der zuständige Bürodrache, es müssten beide Selbstbeteiligungen (die liegt bei jeweils 400 EUR) von uns beiden erbracht werden. Also dass mein Kollege seine Selbstbeteiligung bezahlen muss, ist uns klar, denn er ist ja der Unfallverursacher. Aber wieso sollte ich dafür bezahlen, dass er mir reingefahren ist bzw. wieso sollte er beide Selbstbeteiligungen zahlen? Das wäre doch dann Fall der Firmenhaftplficht, auch wenn nun mal beide Autos von der Firma sind..?

Danke für Ihre Hilfe!
Antworten (3)
ing793
Der Bürodrachen soll keinen Bullshit erzählen sondern den Fall einfach an die Versicherung melden - die erzählen dann schon, was sie haben wollen.

Bei einem Unfall mit einem eindeutigen Schuldigen ist dieser, nur dieser und ausschließlich dieser für den Schaden an beiden Fahrzeugen verantwortlich.
Seine, nur seine und ausschließlich seine Versicherung wird alles begleichen, was versichert ist, abzüglich der für diesen, nur diesen und ausschließlich diesen Vertrag vorgesehenen Selbstbeteiligung.
Es gibt genau EINEN Schadensfall und deshalb ist genau EINE Selbstbeteiligung fällig. Je nach Gestaltung seines Vertrages wird die Dein Kollege wohl berappen müssen. Aber auf keinen Fall eine zweite und auf keinen Fall musst Du irgendwas bezahlen.
neilo
@ing: kann das nicht evtl. kompliziert werden, da beide Autos den selben Halter haben (die Fa.) und beide bei der gleichen Versicherung sind? Gibt es da nicht Sonderregelungen, wie z.B. wenn sich zwei Familienmitglieder verunfallen, wo die Fahrzeuge den gleichen Halter haben und die gleiche Versicherung?
ing793
@neilo: ich habe nicht den leisesten Schimmer, ob bei dem AG die Versicherung bei Schäden innerhalb des Fuhrparkes zahlt oder nicht.
Ist aber für den Fragesteller und seinen Kollegen uninteressant. Da sie keinen Einfluss auf die Versicherung haben, dürfen sie im Fall des Falles nicht schlechter gestellt werden, als wenn der Unfall mit einem beliebigen Dritten erfolgt wäre. D.h. der Fragesteller zahlt nichts, der Unfallverursacher die Selbstbeteiligung. Der Rest ist das Problem der Firma.