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Intensivbetten Schwund

Ist es richtig, dass Anfang 2020 noch 40000 intensivbetten ausgewiesen wurden, inzwischen aktuell weniger als 25000?
Frage Nummer 3000263068

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Antworten (4)
Skorti
Ne, so ganz nicht, aber fast.
Ich finde für Anfang 2020 nur die Zahl von 32000 verfügbaren Intensivbetten, also nicht 40.000. Das Zauberwort ist "verfügbar", das heißt, es gab 32.000 Betten auf Intensivstationen, für die ausreichend Geräte und Personal zur Verfügung stand. Diese Zahl sank im Laufe der Zeit, weil das Personal auch an Covid erkrankte oder aus anderen Gründen ausfiel. Die Betten wurden also nicht abgebaut, aber sie standen nicht mehr zur Verfügung.
Wie die aktuelle Zahl lautet weiß ich nicht, es müsste ja möglich gewesen sein, Intensivpfleger zusätzlich auszubilden oder Erkrankte müssten wieder gesundet sein.
PezzeyRaus
Ich habe letztens irgendwo (taz?) gelesen, dass sich die Personalanforderungen an das, was sich Intensivbett nennen darf, verändert hat. Also ein Intensivpfleger ist jetzt für weniger Betten verantwortlich als im letzten Jahr.
dschinn
Die Suche mit: Intensivpfleger ist jetzt für weniger Betten verantwortlich

bringt gleich als ersten Link die Zahlen:
Von 32000 Betten in 2020 zu 23000 Betten aktuell.
Und eine (Teil)Erklärung: Seit dem 1. Januar 2021 gilt ein verschärfter Pflege-Schüssel.
Eine Pflegekraft für zwei Betten am Tag oder drei Betten in der Nacht. Vorher 2,5 bzw. 3,5

Kein leichter Job bestimmt, zumal die Bezahlung unter aller Kanone ist.
Mich wundert, dass wir überhaupt noch so viele haben.
Matthew
Das nur die Intensivbetten gezählt werden, für die auch ausreichend Personal und übrigens auch Verbrauchs-Materialien zur Verfügung stehen, diese Zählweise wurde erst 2020 eingeführt.
Davor wurden alle Betten gezählt, unabhängig davon, ob sie auch faktisch nutzbar waren oder nicht.