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Noch Fragen?

Frage Nummer 35999 AndyWoWo

Meine Tochter könnte die 7. Klasse am Gymnasium überspringen. Ist das eine Chance oder sollte ich sie in ihrer gewohnten Klasse lassen?

Antworten (6)
antwortomat
Hast Du sie mal gefragt was sie will?
bifu70
Wie wohl fühlt sie sich in ihrer jetzigen Klasse und kennt sie jemanden in der neuen, mit dem sie sich gut versteht? Wie gut wird sie von den jetzigen LehrerInnen gefördert und verstanden und was wisst ihr über den Informationsstand und die Haltung der Lehrkräfte der neuen Klasse das Thema Hochbegabung betreffend? Welche Fördermöglichkeiten bietet die Schule insgesamt für deine Tochter oder ist das Überspringenlassen der einzige eher hilflose Versuch, deiner Tochter gerecht zu werden? Das Überspringen bedeutet erstmal nur, dass deine Tochter in kürzerer Zeit mehr Wissen in ihren Kopf packen wird. Es bedeutet nicht, dass sie einen Zugewinn an interessanten, ihr Potenzial ausschöpfenden Themen haben wird. Herausforderungen mit Tiefgang oder kniffligere Probleme. Gute Begabtenförderung heißt nicht schneller dasselbe zu lernen sondern auch, andere Dinge zu lernen.
bifu70
Such doch mal - sofern du ihn nicht eh schon hast - Kontakt zum Hochbegabtenverein Mensa. Dort gibt es auch jede Menge Aktivitäten und Infos für Kids und Juniors und ihre Eltern. Man kann sich austauschen und Fragen wie die deine loswerden und vom Fachwissen und den Erfahrungen anderer profitieren.
ing793
Dabei gibt es im Wesentlichen zwei Fragen:
1) Sozial - wie wohl fühlt sie sich jetzt im Klassenverbund, will sie wohlmöglich da 'raus, welche Verbesserungen / Verschlechterungen ergäben sich aus dem Wechsel des Klassenverbundes
2) Schulisch - ist sie derzeit unterfordert und stellt das ein Risiko dar. Langweilt sie sich, wie wahrscheinlich wäre dann ggfs. eine Besserung? Gibt es alternative Fördermöglichkeiten?
Und noch ein kurzer Erfahrungsbericht aus meinem Bekanntenkreis: Überspringer, mit 17 Abitur, kein Wehrdienst, Wirtschaftswissenschaftsstudium in Mindestzeit (damals vier Jahre), Diplomkaufmann mit 21. Den hat in dieser Position wegen seines Alters keiner Ernst genommen, der hat dann noch ein Ingenieurstudium draufgesattelt, weil er mit 21 keinen Job gefunden hatte.....
Marwin Albrecht
Ich würde es nicht machen. Das Kind muss ja nicht nur lernen, sondern auch das soziale Umfeld miterleben und mitformen. Wenn sie gleich ins höhere Klassenfeld wechselt, wird sie möglicherweise nicht so richtig Fuss fassen können, Leistung fällt ab, und dann bleibt sie sitzen und fällt wieder zurück.
BaggyBang1983
Für so einen Schritt muss das Kind auch stark genug sein. Es warten neben den Leistungsanforderungen ja auch eine neue Klasse und eventuell auch einige Hänseleien als "Streber", Kinder können da ja manchmal ziemlich hart sein. Vielleicht hilft bei der Einschätzung der Situation und der sozialen Kompetenz ein Gespräch mit dem Klassenlehrer.