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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000040946 Gast

Französisch oder Latein?

Ich bin in der 6. Schulstufe und muss mich für die 7.Schulstufe zwischen zwei Schulformen entscheiden.
-Gymnasium (Französisch/Latein)
-Realgymnasium (Computergestützte Geometrie)
Da ich Sprachen lieber mag, wählte ich das Gymnasium, aber ich weiß nicht welche Sprache ich wählen soll.
Also: Französisch oder Latein?
Antworten (63)
machine
Nigrae legiones, ferus imperator, sinus occultus, fatum terminatum.
rayer
Willst Chemiker oder Arzt werden Latein, wenn nicht würde nach Möglichkeit ich Spanisch vorziehen. Französisch braucht kein Mensch.
bh_roth
Französisch braucht kein Mensch? Wetten, dass da 220 Millionen Französischsprecher (darunter etwa 115 Millionen Muttersprachler) in insgesamt 57 Mitgliedsstaaten anderer Meinung sind? Wogegen nur 330 bis 399 Millionen Menschen Spanisch als Muttersprache sprechen!☺
.
Ich würde Französisch wählen, und später Spanisch dazu.
machine
bh, skype me.
rayer
Französisch braucht keine Sau. Mit Spanisch kann man ganz Südamerika abdecken ( Brasilien ist keine Hürde ), die südlichen USA und man kann sich fast mit jedem romanisch sprechenden Volk verständlich machen. Das geht im Französischen nur ganz beschränkt und in der Schrift.
Amos
Latein. Fast jedes zweite Wort im Deutschen basiert auf Latein.
ing793
Latein ist eine tote Sprache, praktisch niemand unterhält sich auf Latein, außer in Theologie und vielleicht Geschichte kann man in der Praxis nichts damit anfangen (und komme mir jetzt keiner mit Medizin oder Jura - alles, was man da braucht, wird bei Bedarf im Studium gelehrt).

Ich habe mich zu meiner Schulzeit für Latein entschieden (da hatte ich allerdings schon englisch und französich, neben einigen "Laberfächern" gab es damals die Möglichkeit einer dritten Sprache mit der Auswahl Latein oder Russisch). Später habe ich mich darüber nur noch geärgert.

Französisch ist zwar auch keine unverzichtbare "Weltsprache", aber im späteren Leben macht es bei Bewerbungen wesentlich mehr Eindruck, wenn man Grundkenntnisse in einer zweiten Fremdsprache hat. Wenn man da "Latein" angibt, sorgt man für ergiebige Heiterkeit bei den Personalverantwortlichen.
ing793
@rayer: ich stimme Dir zu, Spanisch wäre wertvoller (und sei es nur, um formvollendet ein Bier im Urlaub zu bestellen), aber dieses Sprache steht offensichtlich überhaupt nicht zur Debatte.
rayer
Da stimme ich allerdings Amos zu. Wenn man nur die Wahl hat, zwischen Latein und Französisch fällt die Wahl eindeutig auf Latein.
rayer
ing
"ICH SCHRIEB NACH MÖGLICHKEIT"!!!
Dorfdepp
Frage: Französisch oder Latein? Antwort: Spanisch. Au weia.
Amos
Ich hatte Englisch, Latein und Französich. Englisch wurde in neun Jahren immer komplizierter, Latein wurde in 6 Jahren unkomplizierter, und Französisch im Abi eine Katastrophe.

Mit meinen Lateinkenntnissen war ich im Italienurlaub dazu in der Lage, eine Zeitung grob zu lesen und Italiener zu verstehen.

Latein im Medizinstudium ist sinnvoll. Dazu gibt es auch das Fach Medizinische Propädeutik. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß Latein durchaus weiterhelfen kann und manches im Studium erleichtert und verständlicher macht.
machine
Ich hatte nur vulgarisch, was man mir immer noch anmerkt.
Dorftrottel
Latein braucht man heute nur noch um senile Klugscheißer zu beeindrucken. Der Wert als Basissprache ist Unsinn. Mit dem gleichen Recht könnte man behaupten, dass man dringend Kutschefahren lernen sollte bevor man den Autoführerschein macht. Man glaubt es nicht Französisch wird von echten Menschen gesprochen mit denen man feiern, reden und tanzen kann. Lern Französisch, die haben scharfe Mädels und süße Jungs. Auf Latein kannst du nur mit schwabbelbäuchigen Grauköpfen parlieren.
machine
@Dorftrottel: Nomen est omen.
Amos
Es gibt ein Buch, das sich speziell mit lateinisch abgeleiteten deutschen Worten beschäftigt. Titel ist mir entfallen und Amazon konnte ich so schnell nicht durchblättern.

Vielleicht kennt es jemand und kann weiterhelfen.
ing793
Werter Amos: "fast jedes zweite deutsche Wort basiert auf Latein".
Das mag sein, aber diese Worte kann der Fragesteller (hoffentlich) schon.
Wir standen vor gut einem halben Jahr genau vor dieser Wahl für unser Kind. Dazu haben wir uns die Präsentation der Schule dazu angesehen.
Die Lateinlehrer hatten enorme Schwierigkeiten, irgendeinen Vorzug der Sprache zu benennen. Die Förderung von logischem Denken und von systematischer Arbeitsweise wurden dabei angeführt, auch die Bedeutung der Sprache für den Bildungskanon und als Basis für den Erwerb späterer Kenntnisse in den romanischen Sprachen.
Demnach ist Latein eine gute Wahl für eher mathematisch/naturwissenschaftlich Begabte, die für das Abitur eine zweite Fremdsprache brauchen.
Für Sprachbegeisterte oder -talentierte ist es eher zweite (oder dritte) Wahl.

Aber das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung, andere Meinungen sind da absolut gleichwertig. Mein Kind hat übrigens von sich aus und schon vor der Veranstaltung Französich gewählt.
ing793
Ich hatte englisch, französisch und latein.
Die ersten beiden als zentrale Abiturfächer (von insgesamt vier, Abitur Anfang der 80er - französich übrigens mit insgesamt 74 Punkten), letzteres bis zum kleinen Latinum.
Amos
Was ist eine Konjunktion, ein Relativpronomen, ein Kausalzusammenhang? Alles Latein! Was heißt Volvo auf Deutsch? Ich rolle. Was heißt Audi auf Deutsch? Horch!
Amos
Ich habe beiden Kindern meiner Ex zu Latein geraten, weil ich dann Hausaufgaben nachsehen und mich als Nachhilfelehrer betätigen konnte.
Dorftrottel
Noch hat hier nicht jeder erzählt wieviele Fremdsprachen er kann und dass er Abitur hat. Amos erzählt jedem, der es nicht wissen möchte, dass er mal Medizin studiert hat. Da stellt ein junger Mensch eine Frage und alte Säcke faseln von der Vergangenheit. Was für ein erbärmlicher Haufen von unterbelichteten Schwachbacken.
Amos
Dein Nickname ist Dir angemessen.
machine
@Dorftrottel: Du scheinst ja wirklich bekloppt zu sein. Tut das Deinem Umfeld nicht weh?
Dorftrottel
Eigentlich nicht. Normalerweise bin ich ganz verträglich. Bei frühzeitig vergreisten Pseudointellektuellen bin ich immer ein wenig gereizt.
machine
Einbildung gilt nicht als Bildung im eigentlichen Sinne.
Dorftrottel
Da muss aber jemand ganz dringend das letzte Wort haben. Bestimmt vor der Rente Deutschlehrer gewesen, oder?
machine
Nein, Elektrotechniker. Frage beantwortet?
Dorftrottel
Klugscheißerei scheint dann wohl nichts mit dem Studiengang zu tun zu haben. Quod erat demonstrandum. Oh mein Gott, Latein ist ja doch nicht völlig wertlos.
Dorftrottel
Jetzt sind wir bei Kaka-Pipi-Niveau angelangt. Ihr seid super, Leute. Ein kostenloses Kuriositätenkabinett des akademischen Bodensatzes. Vielleicht sollte man hier Eintritt nehmen, um sich mal gemeinsam mit euch im Schlamm wälzen zu dürfen.
Amos
Es wird niemand gezwungen, sich hier zu beteiligen.

Das Niveau hast Du bestimmt, weil Du ein unverschämter Dummkopf bist. Denk mal nach, fällt Dir schwer, aber genug Zeit hast Du ja.

Vielleicht solltest Du zu GuteFrage.net gehen.
ing793
um noch mal auf die Frage zurückzukommen:
eine Sache könnte Dir helfen, Dir klar zu werden.
Französisch wird auf französisch unterrichtet (zumindest sehr bald). Natürlich stehen am Anfang Vokabeln und Grammatik im Vordergrund, aber je weiter Ihr kommt, desto mehr beschäftigt Ihr Euch mit Sachthemen, aktuellen Texten und Literatur. Idealerweise fängst Du dann an, auf französich zu "denken", die Übersetzungstätigkeit gerät in den Hintergrund. Das Fach mutiert dann zu Deutsch/Politik/Geschichte, aber eben in französischer Sprache.
Latein wird auf Deutsch unterrichtet. Vokabeln und Grammatik enden nie. Es bleibt bis zum Ende ein Fach, in dem übersetzt wird, auf Latein zu "denken" gelingt niemandem, den ich kenne.
Natürlich werden auch hier im Laufe der Zeit die Texte interessanter, man kommt zu Literatur und wird dann vielleicht auch interpretieren, aber eben erst nach der Übersetzung und dann auf deutsch.

Viel Glück bei der für Dich richtigen Entscheidung.
Amos
Unser Französischunterricht wurde nie in Französisch erteilt.
ing793
in welcher Sprache denn?
rayer
Dem Apfelbauern empfehle ich Hessisch, vielleicht kapiert er dann mal was. Zuviel Äppelwoi schadet der Birne, gibt Matsch.
moonlady123456
Um uns bei der Entscheidung ein wenig zu helfen, gab ein Lehrer den Rat: Wer gut in Mathematik sowie im logischen Denken ist, der wird mit Latein weniger Probleme haben.
Wer sprachbegabt ist, für den ist wohl Französisch leichter.
Außerdem war damals in der Steinzeit Latein bei einigen Studienfächern noch zwingend notwendig. Dieses Argument gilt heute natürlich nicht mehr.
moonlady123456
Französisch ist eine ziemlich anspruchsvolle Sprache, der es an Logik angeblich abgeht. Sowohl die Jungs unserer Französischklasse damals fingen ab der 8./9. an, das Fach zu hassen, obwohl wir einen sehr fähigen Lehrer hatten.
Und seltsamerweise ging es meinem Sohn genauso, der sich selten mit dem Lernen schwertat. Aber Sprachen - außer Englisch- waren nie so sehr sein Ding.
Doch Du schreibst, Du magst Sprachen, von daher wird das für Dich wohl nicht gelen.
Amos
@ing793: in Deutsch. Jedenfalls sprach der Lehrer Deutsch. Die Texte waren französisch.
Gast
Emeritus Amos,
Ignoramus, ignarobimus.
Nihil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit.
Discite iustitiam moniti et non temnere divos !
Mathias Eichler
Französisch!
@Dorfdepp V V kurz kanpp richtig!
Dorfdepp
Jawoll!
Dorftrottel
@amos Ich glaube ich bleibe, mein lieber halbgebildeter Freund. Es wertet die eigene Bildung so auf, wenn man Menschen wie dich beobachtet. Du hast mir den Tag versüßt.
ing793
@Amos: dann war mindestens einer von uns beiden an einer untypischen Schule ...
bh_roth
Zur Frage: ich würde bei dieser Wahlmöglichkeit Französisch wählen.
.
Ich war, bevor ich nach Frankreich umzog, an einer Sprachenschule in Köln. Mehrere Monate, ganztägig, incl. Vollpension. Die Klassenlehrerin war Französin. Es darf (einmal) geraten werden, in welcher Sprache diese Lehrerin unterrichtete. Kleiner Tipp: Es war nicht deutsch.
Gast
Man kommt immer wieder zu seiner ersten Liebe zurück

On revient toujours à ses premières amours
Amos
Zumindest ich war 9 Jahre an einem Gymnasium.
ing793
... aber an einem, das Französisch auf deutsch unterrichtet - das finde ich sehr seltsam.
Andererseits war die Französischlehrerin an meinem Gymnasium Französin - ich kann daher nicht beurteilen, was "normal" ist.
Ich schlussfolgere lediglich daraus, dass der Englischunterricht auf englisch und der Spanischunterricht (wie mir berichtet wurde) auf spanisch stattfand und beide Lehrer Deutsche waren, dass das an meiner Schule generell so üblich war.
Amos
Die Französischlehrer waren Deutsche und sagten "Guten Morgen" statt "bon jour".
ing793
kein Wunder, dass das Abi dann zur Katastrophe wurde.
Amos
Wir machten 1945 in Polen Notabi!
moonlady123456
Korrektur: "gelten " sollte das letzte Wort heißen, meine Browser spinnen heute alle.
Gerdd
Ich nehme mal an, Englisch hast du schon?

Hier wurde schon viel über den begrenzten Nutzen von Latein gelästert. Aber das kann auch ganz anders aussehen.

Mich hat man 1958 aufs "Humanistische Gymnasium" geschickt. Das hieß, in der fünften Stufe (die hieß bei uns noch "Sexta") gab es als erste Fremdsprache Latein und ab der siebten Stufe nach Wahl Altgriechisch oder Englisch. Nach heuten Vorstellungen der helle Wahnsinn. Und doch: Mein Lateinlehrer und mein Deutschlehrer haben ihren Unterricht synchronisiert und wir haben das komplette Grammatik-Programm in beiden Sprachen parallel durchgenommen. Das hat extrem viel gebracht. Insbesondere, als dann zwei Jahre später Englisch dazukam, war alles (außer den Tee-Äitsch) viel leichter ...

Aber wenn du jetzt schon Englisch kannst, dann ist es hierfür zu spät. Also: Latein als ERSTE Fremdsprache hat sich für mich bewährt. Aber für Latein als ZWEITE oder gar DRITTE Fremdsprache sehe ich auch keinen praktischen "Nährwert." Heute noch weniger als zu meiner Zeit.

Im Geiste des damals noch großen Enthusiasmus für die deutsch-französische Freundschaft habe ich dann in einer AG auch noch Französisch belegt. Daraus ist aber nie viel geworden. Ich habe hauptsächlich Asterix und Speisekarten gelesen und hier und da ein wenig Konversation bewältigt. Und dann kam der "Tag der Wende" als ich 1985 im Urlaub in Nizza nach einem Einbruch eine neue Autoscheibe brauchte. Ich kramte all mein Französisch zusammen und erklärte dem jungen Werkstadtleiter das Problem. Und der - schaut auf mein Nummernschild und antwortet "Wouldn't it be much easier if we continued in English?" Und so war es dann auch - er hatte nicht einmal einen starken Akzent.

Meine Schulbildung nahm übrigens dann auch eine ganz andere Richtung. Zur neunten Stufe ("Untertertia") zog ich um und wählte den naturwissenschaftlichen Kurs. Und so wurde ich später Informatiker und habe geschätzte 80% meiner mündlichen und schriftlichen Kommunikation auf Englisch abgewickelt - immer mit der unausgesprochenen Fußnote "Powered by seven years of Latin." (Ich arbeite nun seit 18 Jahren für eine amerikanische Firma und lebe in einem Land, wo Englisch eine der Amtssprachen ist - jetzt, glaube ich, kann ich's langsam.

Ich hoffe, das hilft dir.
Gerdd
@moonlady - ob die sich abgesprochen haben?
Ola Nordmann
Lieber Gast, in erster Linie würde ich auf die eigenen Interessen hören und nicht auf die Kommentare hier, meinen eingeschlossen. Wenn man Latein lernen möchte, ist dies in der Schule am einfachsten, für Französisch gibt es nachher deutlich mehr Möglichkeiten als für Latein. Latein vermittelt eine gute Einsicht darin, wie Sprachen funktionieren, die zu dieser Sprachfamilie gehören (u.a. die meisten europäischen Sprachen, darunter auch Deutsch und Französisch). Für den Arztberuf braucht man es nicht - aber wenn Du Dich für Sprachen, Geschichte und Kultur interessierst, ist es eine gute Wahl. Französisch kannst Du aber ebenfalls guten Gewissens wählen - jede gelernte Sprache ist ein Gewinn! Wenn Du einmal Latein gelernt hast, geht es übrigens mit Französisch, Spanisch oder Portugiesisch sehr rasch. An vielen Schulen kann man weitere Sprachen dazuwählen, und wenn Du jetzt eine Sprache wählst, bedeutet das nicht, dass Du damit Möglichkeiten verlierst. Tot ist Latein im übrigen auch nicht - wer es mag, kann sogar lateinisches Radio hören oder Nachrichten lesen (zugegeben etwas für Enthusiasten), und es lebt seit 2000 Jahren als europäische Literatur-, Bildungs-, Wissenschafts- und natürlich Alltagssprache und prägt uns in vielerlei Hinsicht bis heute. Das gilt auch für Französisch, nur eben noch nicht so lange, dafür gibt es heute viele Sprecher. Von Ratschlägen wie "das braucht man" oder "das braucht man nicht" würde ich mich nicht irremachen lassen. Wer weiß das denn? Vor allem: was findest Du am spannendsten? Viel Spaß mit den Fremdsprachen :-) !
rayer
@Ola Nordmann
Wenn unsere Kommentare sinnlos sind, kann man sich die Frage auch schenken. Was man gebraucht hätte, wird das Leben beantworten und da hat hier jeder seine Meinung geäußert.
Ola Nordmann
@rayer
Warum sinnlos? "in erster Linie würde ich auf die eigenen Interessen hören", war die Botschaft, im ersten Satz. Klingt banal, kommt aber gern zu kurz. Dafür besteht meist kein Mangel an Infos und schnellen Ratschlägen, die auf - vermeintliche - Arbeitsmarktsrelevanz abzielen.
Em_Ba
Hallo :-)
Ich habe mich damals für Latein entschieden und würde es wieder tun. Es war am Anfang zwar etwas mühselig, ab dem 4. Lernjahr hatte ich aber sehr viel Spaß dran. Es kommt stark auf das Engagement des Lehrers an und auch auf deinen Lernwillen. Vokabeln sind das A und O jeder Sprache und das Lernen dieser kann dir keiner abnehmen.
Die Grammatik fand ich übersichtlich und sehr systematisch und daher einfach zu lernen. Ich habe Latein bis ins Abi fortgesetzt und in den sieben Jahren ein sehr gutes Sprachgefühl entwickelt und mein Deutsch sehr verbessert. Das hat mir besonders im Studium viele Vorteile im wissenschaftlichen Schreiben verschafft. Außerdem schult Latein mathematisch-analytisches Denken, was man nicht ungeachtet lassen sollte.
LG :-)
PS: Tote Sprachen gibt es nicht, nur abgestumpfte Geister.
Amos
@ing793: ich habe eben mit einem Lehrer an einer Gesamtschule telefoniert: er unterrichtet im Englischuterricht auf Deutsch, weil die Kinder sonst nichts verstehen. Manchmal auch zweisprachig, aber selten.
Amos
+ n
Dorfdepp
Mein Fremdsprachenunterricht in der Schule fand auf Deutsch statt, spätere Aufbaukurse an der VHS auch. Ich fände es sehr befremdlich, wenn ich Russisch oder Chinesisch lernen wollte und der Unterricht in der betreffenden Sprache stattfinden würde.
ing793
ich habe lediglich von den Erfahrungen an meiner Schule zu meiner Schulzeit berichtet und von vorneherein klar gemacht, nicht zu wissen, was der Standard ist.
Wobei klar ist, dass die ersten Grundlagen auf Deutsch gelegt werden, das war auch bei mir nicht anders. Aber es wurde bald gesprochen und ich ganz persönlich (das mag jeder halten, wie er will) lerne eine Sprache nur durch sprechen.
ahelmut
Ich wuerde meinen Kindern raten: Lernt Englisch und Spanisch

Mit Latein kann man heut zu Tage nicht mal mehr einen alten Blumentopf gewinnen; und mit Franzoesisch nicht viel mehr.

Mit Franzoesich kommt man nicht einmal durch Kanada, obwohl dort Franzoesisch zweite Landessprache ist.

Englisch und Spanisch, mit diesen beiden Sprachen kommt man so ziemlich durch die ganze Welt.
Dira
Um eine Lanze für Latein zu brechen zitiere ich gerne einen Teil des Artikels "Von wegen Tot" von Irina Urig (im Gespräch mit Dr. Sigrid Albert):

»Latein ist das Fundament der europäischen Kultur«, erklärt Sigrid Albert. In der Antike und im Mittelalter kommunizierten Wissenschaftler, Händler und Kirchenleute auf Latein. Im ungarischen Parlament war es noch bis 1848 offizielle Sprache. »Durch die Weltsprache Englisch haben alle englischsprachigen Nationen einen Vorteil. Das kann mit Latein nicht passieren, da haben alle gleiche Voraussetzungen. Gerade kleineren Nationen wird über das Latein der Neuzeit die Kommunikation mit anderen Ländern erleichtert.«Wer Latein kann, versteht auch die Grammatik anderer Sprachen besser. Für Sprachwissenschaftler, die auf dem Gebiet der Wortbildung forschen, ist Latein unerlässlich. Auch Theologen und Historiker benötigen Lateinkenntnisse, um historische Quellen im Original lesen zu können. Sigrid Albert ist mit ganzem Herzen Lateinerin. Schon als Kind war sie von der Sprache fasziniert und schaute neugierig in die Latein- Bücher ihres Bruders. »Latein ist einfach eine schöne Sprache, ich finde es faszinierend, dass man damit über 3000 Jahre hinweg kommunizieren kann.« Viel Glück bei der Wahl.
T. B.
Hallo lieber Gast,

hier drei Hilfen bei der Entscheidung:

1. Wenn Du gerne Sprachen lernen möchtest, wähle Französisch.
Wenn Du lieber eine Sprache als CAD lernen möchtest, wähle Latein.
Französisch ist eine "lebendige" Sprache, die viele Ausnahmen von den Regeln der Grammatik kennt - sie ist nicht einfach zu lernen.
Latein ist eine "historische" Sprache mit einfacheren Regeln, deshalb leichter zu lernen.

2. Französisch ist gut für extrovertierte Menschen, die gerne mit Anderen in Kontakt kommen.
Latein ist gut für introvertierte Personen, die sich fragen, was z. B. der Begriff "extrovertiert" genau bedeutet.

3. Auch wichtig sind die Lehrer. Wer kann gut vermitteln, wer macht einen langweiligen Unterricht? Versuche auch das vor der Entscheidung herauszufinden.

Viel Erfolg auf Deinem Weg!

tb