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bh_roth

Sonnenuhr bauen

Da ich gerade eine Phase der Langeweile hatte, entschloss ich mich, an eine Wand, die nach Süden zeigt, eine Sonnenuhr zu installieren. Im Netz findet man zahlreiche Bauanleitungen. In einer war zu lesen, dass der Zeiger einen Winkel entsprechend dem Breitengrad des Wohnortes vorweisen soll. Also für dieses Haus etwa 47°. Aber wofür ist das wichtig? Es ist doch vollkommen wurscht, ob der Zeiger 45° oder 50° abgeknickt ist, ich mache die Stundenstriche doch eh dort hin, wo zur vollen oder halben Stunde der Schatten fällt.
Ich habe jetzt ein Knickwinkel von 45°, müsste aber 47° haben. Geht denn die Uhr jetzt falsch?
Frage Nummer 3000054940

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Antworten (14)
Dorfdepp
Ich könnte mir vorstellen, dass dann die Sonne im Zenit rechtwinklig auf den Zeiger auftrifft und somit den ganzen Tag über den optimalen Schattenwurf hat (Ich könnte es geschwollen präziser ausdrücken.) Verständlich wird das, wenn man ein anderes Extrem betrachtet, nämlich einen Knickwinkel von 1 Grad. Auf die Genauigkeit der Uhr hat das keinen Einfluss, aber auf die Ablesbarkeit.
rayer
Das wird wichtig, wenn man erst die Uhr baut und dann installiert. Auf die Idee ist außer Dir noch keiner gekommen, erst den Zeiger bauen und dann das Zifferblatt. Normale Menschen rennen nicht alle Stunde an die Sonnenuhr und tragen die Stundenziffern ein;-)
rayer
Und jetzt im Ernst, Du willst doch eine Uhr, die auch im Winter einigermaßen die Zeit anzeigt, den Winkel brauchst Du, damit der längere Schatten im Winter wieder auf die Stundenzahl zeigt und damit Sommer und Winter in etwa gleich sind. Denke allerdings die 2 Grad kann man vergessen.
bh_roth
Lieber rayer, was soll das mit normalen Menschen?☺
Ich fand es einfach praktisch, erst den Zeiger zu montieren, über ihn einen Bogen zu schlagen, und dann an dem Bogen die Stundenmarkierungen anzubringen, und zwar dort, wo der Schatten hinfällt.
Dass der Schatten auch im Winter noch auf diesen Bogen fällt, ist nur eine Frage der Länge des Zeigers.
Abgesehen davon möchte ich bezweifeln, dass die Sonnenuhr im Winter noch richtig geht, weil dann Winterzeit ist. Und darüber hinaus ist es aus zweierlei Hinsicht wurscht: 1. sitze ich da nicht im Garten und schaue auf diese Uhr, und 2. ist es viel zu oft bewölkt.
Skorti
Ohne dir grundsätzlich widersprechen zu wollen,

ich bezweifle, dass die Uhr jetzt richtig geht.
Schließlich ist jetzt die falsche Zeit. Die sogenannte Winterzeit ist die Normalzeit ... und damit die richtige ...
Dorfdepp
Dann ist es eben eine Sommerzeituhr. Was hat man davon, wenn die Uhr im Sommer die Winterzeit anzeigt? Oder lässt du deine Uhren auch im Sommer auf MEZ stehen, weil es die richtige Zeit ist?
Amos
Mach es wie die Sonnenuhr: zähl' die heiteren Stunden nur!
Dorfdepp
Zähle, zähle immer weiter,
dann bleiben auch die Stunden heiter.
(Nonsense von Dd)
Amos
Vorteil ist, daß kein Wasser in die Uhr eindringt. ;-)
Dorfdepp
Nicht, wenn sie überdacht ist. Nachteil ist, dass man sie schlecht zum Schwimmen mitnehmen kann.
Musca
Lieber bh-Roth: hätten die Erfinder der Sonnenuhr eine 12000€ Breitling oder einen funkgesteuerten Aldi-Wecker für Achtfuffzig in petto gehabt, die Sonnenuhr wäre nie erfunden worden. Stattdessen mussten sie sich mit Sonnenstand, Einfallswinkel und dem Azimutwinkel herumärgern. Ich erinnere mich mit Greuel an die unendlichen Schattenkonstruktionen während meiner Studienzeit. Eine analematische Sonnenuhr ist für mich ein frühes Wunderwerk der Technik.
bh_roth
Analematisch? Das ist doch bestimmt Schweinkram! Dafür bin ich nicht zu haben.
machine
@bh: Skype me.
Watti
Ich finde eine Sonnenuhr bauen eine gute Idee!