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Noch Fragen?

Frage Nummer 9677 sininen

Wie errechne ich grob, ob ich mir einen Hauskauf leisten kann?

Es geht hier nicht um Detailfragen der Finanzierung. Ich habe nur gehört, dass man mit einer simplen Formel erstmal abchecken kann, ob es sich überhaupt lohnt, ernsthaft an einen Hauskauf zu denken und was da preislich in Frage käme.
Antworten (10)
StechusKaktus
Die Finanzierung von €100.000,- kosten dich ca. €400,-/Monat. Wenn du also zur Zeit eine Kaltmiete von 1.000,- zahlst, kannst du von dem Geld auch einen Kredit von €250.000,- bedienen. Wenn der Herr Gemahl sich also ein wenig anstrengt und ein paar Rentiere mehr aus dem finstren Winterwald mitbringt (schenke ihm halt mal ne größere Keule), gibt es für das Blockhaus mit angeschlossener Sauna am Eissee keine HIndernisse mehr. Lad mich dann mal ein. Vielleicht kann ich ja meine Schöngeistmemme auch mitbringen...Ich spar schon mal für den Flug.
Ich liebe diese Klischees ;-)
sininen
Danke dir Stechus. Hatte mir schon gedacht, dass du was sagen würdest. Bist du vom Fach? Scheint so...
Hja, das wäre was. Blockhaus mit Sauna und Rentierstall ;-D Dann könnten wir auch noch ein Hotel aufmachen ;-.D
khs44
Hier wird nach einer groben Rechnung gefragt.
Als erstes sollte man heut zu tage 1/3 des Hauspreises schon mal zur Hand haben.
Der Rest lässt sich leicht errechnen, da man die Zinsen bei jeder Bank erfragen kann.
Das große ABER: zu der Tilgung, die nicht höher als die jetzige Miete sein sollte (evtl. sogar etwas geringer) kommen noch die anfallenden monatlichen Gebühren hinzu.
Das bedeutet: Anliegergebühr, Müllabfuhr, Strassenreinigung, Versicherungen etc.
An diesen oft nicht einkalkulierten Summen scheitern häufig die Neu-Häuslekäufer.
Wenn das alles stimmt und immer noch ein "Notgroschen" monatlich übrig bleibt, wünsche ich viel Erfolg bei Hauskauf!!!!
Heraklit1970
Man rechnet grob mit der Formel: monatliche Darlehensrate mal 1,5. Wenn das Ergebnis unter der bisher gezahlten Miete ist, kann man sich das Haus / die Eigentumswohnung leisten.
Allmers
Sie müssen die monatlichen Annuitäten von einem Gehalt zahlen können.
Sie müssen bei den jetzt sehr günstigen Zinsen den Kredit langfristg (mindestens
10 bis 15 Jahre) abschliessen.
Sie dürfen weder Nebeneinnahmen noch Kindergeld etc in die Bedarfrechnung mit
einfliessen lassen. Die monatliche Annuitätsrate sollte 30 % Ihres Nettoeinkommens nicht übersteigen, da ein Haus erheblich höhere Nebenkosten als eine Wohnung hat.
Blaue_Fee
Ich fand die hier bisher gegebenen Tipps wenig hilfreich, daher würde ich folgendes Vorgehen vorschlagen:
1. Guck in einer Immobiliendatenbank, was Häuser durchschnittlich in deiner Gegend oder Stadt kosten. Ich persönlich kann mir in meiner Stadt eine nette zentral gelegene Wohnung leisten; im Münchner Raum müsste ich wahrscheinlich in einer Studiowohnung kurz vor der Landesgrenze hausen ...
2. Überschlage, was du an Eigenkapital besitzt.
3. Gib diese Daten in einen Hypothekenrechner ein, dann siehst du die monatliche Rate, die du für diesen Kredit bezahlen müsstest (Tilgung nicht vergessen!)
4. Beurteile selber, ob du dir diese Rate leisten kannst...
sokomo
Beim Hauskauf gilt die 130% - Regel, d.h. 100% für den Häuserkauf, 20% für alle Nebenkosten die dabei entstehen und 10% für den Umzug und Ersteinrichtung. Wenn der Betrag der Tilgung und Zinsen unter dem ihrer Miete liegt, können sie sich den Hauskauf leisten. Vorausetzung sie können sofort in das neue Haus einziehen, sonst müssen sie noch in der Übergangszeit die Miete ihrer Übergangswohnung dazu zählen.
rensot
Die Finanzierung kann man mit einem Hypothekenberechner schnell grob selbst überschlagen. Es gilt, je mehr Eigenkapital desto günstiger die Zinsen. Für eine solide Finanzierung gilt:
- 40% Eigenkapttal sind ideal.
- man kann sich ca. das dreifache des Brutto-Jahresgehaltes von der Bank leihen kann, bei Doppelverdienern gilt das doppelte Gehalt.
- Tilgung sollte 2% pro Jahr sein, Gesamtlaufzeit 25Jahre
-Zinsfestschreibung für 5 Jahre. Bei durchschnittlichen 5% Zinsen (über die gesamte Laufzeit des Kredites) zahlt man so die Tilgung plus 100% Zinsen

Nicht vergessen: Nebenerwerbskosten wie Grunderwerbssteuer, evtl. Maklerkosten, Notar. Machen nochmal 8-10% des Hauspreises

Solide finanzierter Immobilienkauf lohnt sich auf lange Sicht fast immer. Ist besser als jede Rente.
mondeor
Hallo sininen, also jeder der sich eine halbwegs normale 3 Zimmer Wohnung zur Miete leisten kann, sollte in der Lage sein ein Haus zu finanzieren. Die Frage ist nun welche Lage, Größe und Ausstattung das Wunschobjekt haben kann. Klar sollte auch sein, dass wenn möglich keine horrenden Schulden vorliegen und das ein regelmäßiges Einkommen gesichert ist. Zum Einkommen zählen alle Einkünfte auch Kindergeld, Renten, Kapitalerträge etc.. Ein gewisses Maß an Eigenkapital ist immer hilfreich jedoch nicht zwingend. Die Anschaffungsnebenkosten müssen ebenfalls beachtet werden ca. 3,5% Grunderwerbsteuer, 1,5% Notarkosten und evtl. bis zu 5,95% Makler Courtage. Eine "grobe" Formel gibt es leider nicht, da wie oben beschrieben die Möglichkeit der Finanzierbarkeit vom Objekt, der Bonität des Käufers und vor Allem dem Kreditinstitut abhängt.
sininen
Liebe Leute, vielen Dank für die vielen und sehr unterschiedlichen Antworten. Scheinbar gibt es nicht eine einzige Formel, eher so verschiedene Ansätze. Dennoch habt ihr mir weitergeholfen. Es ist halt immer ganz gut mal zu erfahren, wie andere das so machen, weil ich den Banken und den Finanzheiniberatungsgesprächen nicht so richtig traue.