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Noch Fragen?

Frage Nummer 87503 cyber1408

Mit welchen Nebenkosten muss ich denn rechnen, wenn ich ein Haus kaufe? Werden nicht noch Notarkosten und Grunderwerbssteuer draufgeschlagen?

Antworten (23)
Bester
Unterschätze mal nicht die Anliegerkosten, die auf Dich zukommen könnten. Eine Bauleistungsversicherung brauchst Du auch noch. Weiter kommen noch die Kosten für Wasser/Abwasser-Verlegung, die Stromverlegung und Telefonleitung dazu. Vielleicht noch die Erschließungskosten.
moonlady123456
Ja, manfred.
So ist das nunmal, wen man ein Haus kauft.
Musca
Bei dem Kauf eines vorhandenen Hauses kommen Notar-und Grunderwerbsteuer dazu.Später evt. Anliegerkosten, je nachdem, ob der Bürgersteig neu gemacht wird oder nicht, Gas verlegt etc. alles andere ist Nonsens
Bester
@musca, Du hast wohl noch nie ein Grundstück bebaut. Du glaubst, Strom, Wasser, Abwasser und Telefonleitungen werden kostenlos in Dein neues Haus geliefert? Träum' weiter ...
ing793
@bester - wer lesen kann, ist klar im Vorteil: "beim Kauf eines vorhandenen Hauses fallen keine Erschließungskosten jedweder Art an.
Genaugenommen fallen die nie an, wenn ich ein Haus (annähernd) schlüsselfertig kaufe, sondern nur, wenn ich selber baue.
Bester
@ing, ja, lesen hilft auch Dir. Wer sagt denn, daß das Frage-Haus über alle Anschlüsse verfügt? Bist Du ein Hellseher? Selbst wenn nachträglich neue Straßenlampen oder ein Kinderspielplatz hausnah gebaut wird, bist Du bei den Kosten dabei.
Dorfdepp
Na ja, hier steuere ich gerne etwas Information bei. Ich habe mich einmal für ein etwas kleineres Haus interessiert. Die Maklerin war so ehrlich mir zu sagen, dass die Straße demnächst erneuert und die Anlieger daran beteiligt werden sollten. Das wäre teurer als gedacht geworden, ing783.
Musca
entschuldige Bester, als Architekt kenne ich mich mit dieser Materie offenbar nicht aus
Bester
Musca, wenn Du Architekt sein willst, bin ich der Kaiser von China.
moonlady123456
Tach, chinesischer Kaiser!!!!
ing793
@Bester @Dorfdepp: ob Friesen-Manni ein bestehendes Haus kauft oder nicht, weiß keiner von uns.
Die Art der Fragestellung impliziert allerdings ein wenig, dass er nicht selber bauen will. Und genau auf diesen Fall hat Musca abgezielt. Seine Aussage ist 100%-ig in Ordnung, er weist auch auf die eventuellen späteren Anliegerkosten hin.
Und da ich aus eigener Erfahrung ziemlich genau weiß, was der Kauf eines bestehenden Hauses kostet, verteidige ich Musca's Aussage gegen den unqualifizierten Schwachsinn von Bester.
ing793
@moonlady: Du solltest dringend mit Musca reden - angesichts der bisher gezeigten geballten Kompetenz vom Besten bleibt nur noch der eine Schluss:
seit Jahren (zumindest seit Ende des Studiums) bildet er sich ein, Architekt zu sein... Wahrscheinlich hat er in seinem Wahn bereits Dutzende von Häusern geplant, gebaut, verkauft. Ogottogott, wenn das 'rauskommt....
Dorfdepp
Natürlich kann man ein nicht bestehendes Haus kaufen, das von einem Bauträger erst noch errichtet werden muss. Aber da sollten die Kosten schon vorher feststehen. Wenn nach den Nebenkosten beim Hauskauf gefragt wird, handelt es sich um fixe Kosten, die ein Notar oder die Bank benennen kann. Mein Beispiel sollte deutlich machen, dass auch unerwartete Kosten auf einen zukommen können.
ing793
@dorfdepp: Deine Info war völlig in Ordnung, aber eben auch schon in Muscas Antwort enthalten.
Dorfdepp
@ ing793
In meinem derzeitigen Haus musste ich nie irgendetwas dazu bezahlen, obwohl Wasser-, Strom- und Gasleitungen vollständig erneuert wurden. Das haben die Stadtwerke getragen. Im anvisierten Haus wären derartige Kosten auf mich zugekommen. Daher war Muscas Antwort zwar richtig, aber nicht vollständig. Es ist gut, so etwas vorher zu wissen.
starmax
Profiskaufen und bauen/kaufen Grundstück und Haus getrennt - der Steuervorteile wegen.
Dorfdepp
@ starmax
Könntest du der erstaunten Leserschaft erklären, wie man ein Haus getrennt von einem Grundstück kauft (außer in der Ostzone, da geht das noch). Oder wenn man bauen will, wie man ein Grundstück ohne Haus erwirbt? Steuerlich werden Haus und Grundstück ohnehin getrennt bewertet.
ing793
Von eventuellen Ausnahmen abgesehen kann man meines Wissens kein Haus kaufen. Man kauft ein Grundstück und dabei ist es völlig egal, ob da ein Haus draufsteht oder nicht. Steht eins drauf, dann ist es im Preis inbegriffen, wenn nicht, dann nicht. Auf diesen Grundstückskaufpreis zahlt man dann die Grunderwerbsteuer.
Unter diesen Voraussetzungen ist ein Grundstück natürlich teurer, wenn ein Haus draufsteht, nämlich um den Wert des Hauses.
Natürlich hat Starmax recht, dass es besser ist, erst das leere Grundstück zu kaufen und danach ein Haus zu bauen. Das setzt aber eben voraus, dass man selber baut und nichts fertiges (auch nicht schlüsselfertiges) kauft.
Dorfdepp
Ich habe ein Haus mit Grundstück (in einem alten Bundesland) gekauft, beides wurde steuerlich getrennt bewertet, darum geht es doch wohl bei starmax' Einwand. In der ehemaligen DDR waren Haus und Grundstück getrennt, wer nach der Wende sein Haus gekauft hatte, dem gehört das Grundstück nicht, das muss bis heute von der Gemeinde gepachtet werden. Natürlich konnte man auch das Grundstück kaufen, aber das haben die wenigsten gemacht, weil die Pacht billiger war. Nur geht das auf Kosten der Rechtssicherheit.
Bester
Hallo mein "Kompagnon", wo hast Du denn das her? Grundstück überwiegend pachten? Lies doch mal die Immoangebote der neuen Länder. 99% sind ohne Pachtverträge.
Dorfdepp
@ Kompagnion
Es ging um Altbesitz, neuere Transaktionen werden natürlich nach BRD-Recht abgewickelt.
RuedigerKaarst
Ja, das stimmt. Zum Kaufpreis der Immobilie sind so ungefähr 15% Nebenkosten zu rechnen. Ein Makler kostet zwischen 3 und 6% des Kaufpreises, wenn ich mich nicht täusche. Darauf entfällt zusätzlich die Umsatzsteuer von derzeit 19%. Am besten mal beim Makler nachfragen. Der Notar will auch nochmal 1 bis 2% vom Kaufpreis haben. Grundbucheintrag und Grunderwerbsteuer fallen zusätzlich an.
Clipmaus
Allerdings würde ich noch ergänzen, dass die Finanzierungskosten auch noch zu den Nebenkosten gehören, und die können noch einmal ordentlich Geld kosten. Man muss schließlich die Zinsen des Darlehens bewältigen und die Geldinstitute wollen vor Vergabe eines Kredites manchmal ein Wertgutachten sehen. Das kostet richtig was. Wenn die Bank das Gutachten selber in Auftrag gibt, fallen nämlich nochmal 0,2 ? 0,5% der Darlehenssumme an.