Beinahe-Katastrophe Betrunkener Kapitän kommt vom Kurs ab


Ein Lotse hat im Öresund zwischen Dänemark und Schweden eine Katastrophe verhindert: Ein Schiff drohte in zu flache Gewässer zu geraten, weil die komplette Besatzung schlief. Geistesgegenwärtig griff der Lotse ein. Und stellte zu seinem Entsetzen auch noch fest, dass der Kapitän betrunken war.

Das beherzte Eingreifen eines schwedischen Lotsen hat ein Schiffsunglück auf dem Öresund verhindert. Wie die Zeitung "Helsingborg Dagblad" berichtete, sah der Lotse Anders Jannesson in der Nacht von einem Boot aus eher zufällig, dass der 60 Meter lange Frachter "Little Jane" aus den Niederlanden direkt Kurs auf viel zu flache Gewässerteile im stark befahrenen Öresund zwischen Dänemark und Schweden nahm.

Als von dem Schiff weder auf Funksprüche noch auf Lichtsignale reagiert wurde, machte der Lotse mit seinem Boot an dem Frachter fest und kletterte auf das Schiff. Auf der Kommandobrücke schlief der Kapitän fest und erwachte auch nicht, als Jannesson die Fahrt drosselte und den Kurs änderte. Auch der Rest der Besatzung schlief.

Als der Kapitän dann doch erwachte, habe er einen "ziemlich betrunkenen Eindruck" gemacht, berichtete der Lotse. Die herbeigerufene Wasserschutzpolizei nahm den Mann zur einer Blutprobe mit. Der Frachter musste bis auf weiteres vor Anker gehen. Nach Angaben des schwedischen Lotsen wäre die "Little Jane" nach weiteren zehn steuerlosen Minuten auf Grund gelaufen.

DPA DPA

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