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Bevölkerungsentwicklung bis 2060: Deutschland schrumpft trotz Zuwanderung deutlich

Deutschland wird trotz Zuwanderung in den nächsten Jahrzehnten schrumpfen, wenn auch nicht so stark wie bislang befürchtet. Geradezu dramatisch wird der Rückgang aber bei der arbeitenden Bevölkerung.

Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft - dank der starken Zuwanderung in den vergangenen Jahren aber nicht ganz so stark wie ursprünglich befürchtet. Das geht aus den neuesten Berechnungen des jsessionid=9463B0D9035332B7832C065B2C918B13.cae2;Statistischen Bundesamtes hervor, die am Dienstag in Berlin vorgestellt wurden. Danach sinkt die Zahl der Einwohner von derzeit 80,8 Millionen bis zum Jahr 2060 - je nach Stärke der Zuwanderung - voraussichtlich auf einen Wert zwischen 67,6 und 73,1 Millionen.

Das Minus fällt allerdings nicht so deutlich aus wie bei der letzten Bevölkerungsprognose vor sechs Jahren erwartet. Damals waren die Statistiker noch davon ausgegangen, das 2060 nur noch 65 bis 70 Millionen Menschen in Deutschland leben. Seit 2011 gab es aber einen unerwartet starken Zuzug aus dem Ausland - dank der neu eingeführten Arbeitnehmerfreizügigkeit vor allem aus Osteuropa, aber auch aus den Krisenstaaten in Südeuropa.

Besonders dramatisch schrumpft der Anteil der arbeitsfähigen

Die aktuellen Zahlen belegen auch erneut die dramatische Alterung der Gesellschaft: Während heute erst jeder Fünfte 65 Jahre oder älter ist, wird es 2060 schon jeder Dritte sein. Jeder Achte wird 2060 80 Jahre oder älter sein. Mit neun Millionen werden es doppelt so viel sein wie derzeit. 65 Jahre oder älter ist heute jeder Fünfte, im Jahr 2060 wird es jeder Dritte sein.

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter (für die Statistiker die 20- bis 64-Jährigen) wird schon in den nächsten 20 Jahren um sechs bis acht Millionen auf etwa 43 bis 41 Millionen zurückgehen. Wird das Erwerbsalter wie bei der Rente mit 67 rechnerisch um zwei Jahre heraufgesetzt, wären es rund zwei Millionen Personen mehr. 2060 könnte ihre Zahl zwischen 34 bis 40 Millionen liegen, je nach Höhe der Altersgrenze und Umfang der Zuwanderung. Das heißt: Im schlimmsten Fall stünden 30 Prozent weniger Menschen zur Verfügung, die einer Arbeit nachgehen können.

Zuwanderung aus Osteuropa könnte stark zurückgehen

Nur durch hohe Zuwanderung ist die Bevölkerung in den vergangenen Jahren gewachsen. Auf Dauer können nach Deutschland kommende Ausländer das Geburtendefizit aber nicht ausgleichen, zumal damit gerechnet wird, dass die Zuwanderung aus Europa nach Deutschland wieder abnimmt, sobald sich die wirtschaftliche Lage in deren Heimatländern bessert. Auch die Zahl der Flüchtlinge nach Deutschland ist aufgrund von Krisen und Konflikten in der Welt so hoch wie seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr. Dennoch gehen die Experten davon aus, dass nach einer Netto-Zuwanderung von je 500.000 Menschen in den Jahren 2014 und 2015 wieder weniger Menschen nach Deutschland kommen. Auf lange Sicht werde sich der Wanderungssaldo ab etwa 2020 bei jährlich 100.000 bis 200.000 stabilisieren.

ono/DPA/Reuters / DPA / Reuters
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.