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England: Eine Toilette ohne Boden – Junge fällt fast aus fahrendem Zug

Ein kleiner Junge aus England wollte während der Fahrt in einer Touristeneisenbahn der South Devon Railway zur Toilette gehen. Nur fehlte dem WC-Raum der Boden. Zum Glück konnte seine Mutter Schlimmeres verhindern. 

Ein Toilette in einem Zug ohne Boden

Wo ist denn da der Boden? Gute Frage. Hier wollte ein kleiner Junge aus England während der Fahrt zur Toilette gehen.

South Devon Railway, eine elf Kilometer lange, alte Eisenbahnstrecke im Südwesten Englands. Schon im späten 19. Jahrhundert fuhren auf dieser Strecke zwischen den Haltestellen Totnes und Buckfastleigh Züge. Seit mittlerweile 55 Jahren ist der offizielle Bahnbetrieb allerdings eingestellt. Stattdessen ist die alte Strecke zum Touristenmagnet geworden.

Alte Dampflokomotiven oder Dieselloks transportieren die vielen Besucher. Dabei geht es für heutige Verhältnisse eher recht gemächlich zu. 32 Kilometer pro Stunde fährt so eine alte Lokomotive maximal. Aber ungefährlich ist eine solche Fahrt deshalb noch lange nicht. Das mussten jetzt eine Mutter und ihr Sohn erfahren.

Wenn Austreten eine neue Bedeutung bekommt

Als der Junge während der Fahrt aufs Klo gehen wollte, fiel er fast auf die Gleise: Der Toilettenraum hatte keinen Boden. Zum Glück war seine Mutter mitgegangen und konnte ihn noch rechtzeitig greifen, sodass ihr Sohn mit einem Schock und leichten Blutergüssen davonkam. Dennoch ermittelt nun die britische Behörde den Vorfall.

Die South Devon Railway bestätigte zunächst das Geschehen und nannte als Grund eine vorausgegangene Reparaturen am Bremssystem. Diese habe eine Demontage des Toilettenbodens erfordert. Der allerdings vor der Inbetriebnahme nicht wieder eingesetzt wurde. Deswegen hatte das Personal eine Notiz an die Tür geklebt, dass das WC außer Betrieb sei. Zudem sei die Tür verriegelt gewesen. Anscheinend reichte das als Vorsichtsmaßnahme nicht aus.

South Devon Railway bittet um Entschuldigung

In einem offiziellen Statement bedauert das Unternehmen die Schluderei: "Wir bitten bei der Mutter, dem Sohn und der Familie für diesen Vorfall um Entschuldigung", so die Bahngesellschaft. Unabhängig von Untersuchungen würde man auch selbst Maßnahmen ergreifen, damit so ein Ereignis sich in Zukunft nicht noch einmal wiederhole.

rpw
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