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Filmtierpark Eschede: Weißer Tiger "Elvis" nach Sturz operiert

"Elvis" erholt sich auf einem Strohlager. Der weiße Tiger aus dem Filmtierpark Eschede ist nach seiner OP noch gestresst. Beim Spielen hatte er sich das Wadenbein gebrochen.

Einen ausgewachsenen weißen Tiger haben Mediziner der Tierärztlichen Hochschule Hannover (Tiho) erstmals operiert. Die etwa 250 Kilogramm schwere Raubkatze aus dem Filmtierpark Eschede war beim Spielen unglücklich gestürzt und hatte sich das rechte hintere Wadenbein gebrochen. Der fünfjährige Tiger namens "Elvis" erholt sich auf einem Strohlager.

Einer seiner beiden Trainer sei ständig an seiner Seite. Für den Direktor der Tiho-Klinik für Kleintiere, Prof. Michael Fehr, war der Eingriff Neuland. "Das Problem ist, dass es keine adäquaten Implantate für einen Tiger gibt", sagte der Wissenschaftler am Dienstag der DPA.

Große Infektionsgefahr nach der OP

Über "Elvis'" Behandlung hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Der Professor musste das Tier sogar zweimal operieren, weil "Elvis" nach dem ersten Eingriff offenbar so getobt hatte, dass sich die eingesetzte Stahlplatte verzog. Daraufhin wurde ein zweites eigentlich für Pferde vorgesehenes Implantat eingesetzt.

Der Tiger bekommt nun Schmerzmittel, damit er sich nicht zu viel bewegt. Außerdem soll verhindert werden, dass "Elvis" an der Wunde leckt. "Sein Zustand ist noch kritisch, in den ersten sechs bis acht Wochen nach der OP ist die Infektionsgefahr groß", sagte Norman Stricker, Assistent von Parkchef Joe Bodemann.

Der Deutsche Tierschutzbund sieht den Filmtierpark Eschede sehr kritisch. Es sei nicht tierschutzgerecht, Wildtiere zu vermarkten, als Kuscheltiere darzustellen und zu Trainingszwecken bewusst von Hand aufzuziehen, sagte der Verbandssprecher Marius Tünte am Dienstag in Bonn. Auch die Zucht weißer Tiger sei fragwürdig.

jat/DPA / DPA
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