HOME

Obdachlos in Hamburg: Winternotprogramm: "Wie eine Kuh, die morgens auf die Weide geschickt wird"

Rund 600 Menschen suchen in Hamburg Schutz im Winternotprogramm – doch das gilt nur für Nächte. Morgens müssen die Bewohner wieder auf die Straße, in die Kälte. Eine Petition soll das ändern, aber rund 70.000 Unterschriften fehlen noch.

Obdachlose sitzen in vielen Schichten Kleidung auf dem Bürgersteig

Gegen die Kälte hilft irgendwann auch die wärmste Kleidung nicht mehr. Das Winternotprogramm muss in Hamburg endlich auch tagsüber geöffnet werden, wird in einer Petition an den Bürgermeister Olaf Scholz gefordert.

Beim Orkantief "Friederike" war es wieder mal besonders schlimm. Während die einen Hamburger ihre Heizung hochdrehen und es sich auf dem Sofa im Wohnzimmer schön kuschelig machen, wissen die anderen Bewohner der Stadt nicht mehr wohin. Eisige Windböen durchziehen die Straßen, dicke Schneeflocken fallen und verwandeln sich bei Hautkontakt sofort in Wasser. Auf Parkbänken und in Hauseingängen ist man an solchen Tagen der Witterung schutzlos ausgesetzt. Tag und Nacht. Doch während für die Nächte Unterkünfte für die Menschen ohne Obdach bereitgestellt werden, gilt am Tag die unverhandelbare Ansage: Um 9.30 Uhr müssen alle raus sein. Das soll sich nun ändern, fordert Jörg Petersen in einer Petition an den Bürgermeister der Hansestadt, Olaf Scholz.

Petersen war früher selbst obdachlos und weiß, wie es ist, bei der Kälte permanent draußen sein zu müssen. Man wird einfach nicht mehr richtig warm, man schläft schlecht und die Feuchtigkeit kriecht in jedes Kleidungsstück. Von der sozialen Kälte, die Menschen entgegenschlägt, die auf der Straße leben, ganz zu schweigen. In seiner Petition verwendet Petersen ein Video, in dem der Obdachlose Michael die Frage beantwortet "Warum schläfst du im Winter draußen?" Michael berichtet, wie es sich anfühlt, morgens die Notunterkunft verlassen zu müssen: "Man wird da behandelt wie Nutzvieh, wie ein Stück Kuh. Abends kannst du in den Stall gehen und früh wirst du wieder auf die Weide geschickt." 

Hamburg ignoriert das Problem

Bereits im Dezember, genauer gesagt zu Nikolaus, hatte das Hamburger Straßenmagazin "Hinz und Kunzt", das von Obdachlosen verkauft wird, auf die Probleme im Winternotprogramm hingewiesen – mit einer Theater-Inszenierung vor dem Verlagshaus von Gruner + Jahr. Der stern hat die Aktion "Hamburg, mach nicht dicht" damals live begleitet. 

Passiert ist seither jedoch nichts, das Winternotprogramm endet nach wie vor jeden Morgen spätestens um 9.30 Uhr. Die Winter in Hamburg reichen oft bis in den April. Es lohnt sich also noch, die Petition an den Bürgermeister Olaf Scholz zu unterzeichnen. Petersen fehlen noch mehr als 70.000 Unterschriften: change.org/winternotprogramm 

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.