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Indianapolis Schwarze Frau deckt Rassismus auf: Mit weißem Besitzer ist ihr Haus doppelt so viel wert

"For Sale"-Schild vor einem Haus
Nach der Neubewertung stieg der Wert des Hauses um mehr als 100.000 US-Dollar (Symbolbild)
© Feverpitched / Getty Images
Eine Schwarze US-Amerikanerin konnte den Wert ihres Hauses verdoppeln, nachdem sich ein weißer Freund als Besitzer ausgab. Die Frau hat eine Klage wegen Diskriminierung im Wohnungswesen eingereicht.

Die US-Amerikanerin Carlette Duffy musste beim Verkauf ihres Hauses einen besonders bizarren Fall von Rassismus erleben. Als sich ein weißer Freund als Besitzer ausgab und Duffy alle Bilder mit Hinweisen auf ihre Schwarze Identität entfernt hatte, wurde der Wert des Hauses durch einen Immobiliengutachter doppelt so hoch eingeschätzt.

Wertsteigerung um 100.000 US-Dollar

Wie Carlette Duffy dem Fernsehsender CBS 4 berichtete, sei sie bereits Monate zuvor misstrauisch gewesen, dass ihr Haus aufgrund ihrer Schwarzen Identität zu niedrig bewertet worden sei. Deshalb entschied sie sich, ihre Vermutung zu überprüfen. Bei der nächsten Schätzung gab sie ihre Identität nicht preis und ein weißer Freund vertrat sie als Besitzer.

Anschließend schätzte die Firma den Wert des Hauses mehr als doppelt so hoch ein. Während der Wert des Hauses bei den ersten Schätzungen nur auf maximal 125.000 US-Dollar beziffert worden war, waren es dieses Mal satte 259.000 US-Dollar.

"Ich mache das für meine Tochter und meine Enkelin"

Nach der Neubewertung des Hauses reichte Carlette Duffy eine Klage wegen Diskriminierung im Wohnungswesen ein. "Ich mache das für meine Tochter und meine Enkelin, damit sie, wenn sie auf Hindernisse stoßen, wissen, dass man aufstehen kann, dass man sagen kann, dass das nicht richtig ist", sagte die US-Amerikanerin.

Rodman Schley, der Präsident des "Appraisal Institutes", einer Vereinigung professioneller Immobiliengutachter, reagierte in einem Statement auf die Vorwürfe: "Wir glauben [...] ,dass die Menschen heute mehr denn je bereit sind, zuzuhören, zu lernen und sich zu verändern. Dennoch ist es weithin anerkannt, dass unbewusste Vorurteile real sind. Davor ist kein Berufsstand gefeit." Anschließend ermutigte Schley Personen mit Diskriminierungserfahrungen im Wohnungswesen, diese zu melden.

Quelle: "UNILAD"

ali

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