Gutachten Amokläufer von Ansbach nicht voll schuldfähig

Der Amokläufer von Ansbach ist einem Gutachten zufolge vermindert schuldfähig. Ein Sachverständiger bescheinigte dem 19-Jährigen, der im September mit einer Axt und Molotow-Cocktails neun Schüler und eine Lehrerin am seiner Schule verletzte, eine gravierende Persönlichkeitsstörung, wie die Staatsanwaltschaft Ansbach am Dienstag mitteilte. Zudem müsse wegen Reiferückständen das Jugendstrafrecht angewandt werden.

Der Amokläufer von Ansbach ist einem Gutachten zufolge vermindert schuldfähig. Ein Sachverständiger bescheinigte dem 19-Jährigen, der im September mit einer Axt und Molotow-Cocktails neun Schüler und eine Lehrerin am seiner Schule verletzte, eine gravierende Persönlichkeitsstörung, wie die Staatsanwaltschaft Ansbach am Dienstag mitteilte. Zudem müsse wegen Reiferückständen das Jugendstrafrecht angewandt werden.

Neben einer Strafe soll der 19-Jährige nach Auffassung des Sachverständigen in einem psychiatrisches Krankenhaus untergebracht werden. Schon jetzt sei der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben und ein vorläufiger Unterbringungsbeschluss erlassen worden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der 19-Jährige sei von der Justizvollzugsanstalt Würzburg in die geschlossene Abteilung des Bezirkskrankenhauses Ansbach verlegt worden.

Der Abiturient hatte am 17. September das Gymnasium Carolinum überfallen und zwei 15-jährige Mädchen lebensgefährlich verletzt. Ein Polizist stoppte ihn mit drei Schüssen aus einer Maschinenpistole. Als Motiv nannte der 19-Jährige in einem Schreiben Hass auf die Menschheit und die Schule. Die Staatsanwaltschaft will noch in dieser Woche Anklage erheben. Der Prozess ist für April geplant.

APN APN

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