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Horror-Mord: Mann schneidet Ehefrau den Kopf ab

Ein offenbar verwirrter Mann hat seine Ehefrau enthauptet - und ihren Kopf vor der gemeinsamen Wohnung in Hamburg-Harburg in den Schnee gelegt. Die beiden Töchter des Paares haben den Mord offenbar miterlebt.

Grauenvolle Bluttat in Hamburg: Ein 40 Jahre alter Mann hat am Montag seine Ehefrau ermordet und enthauptet. "In der Vernehmung hat er sich dahingehend geäußert, dass er psychisch krank sei", erklärte Polizeisprecherin Christiane Leven zur Frage des Motivs. Während der Tat waren offenbar auch die beiden kleinen Töchter des Paares in der Wohnung. "Wir gehen davon aus, dass die Kinder nichts davon gesehen haben", sagte Polizeisprecherin Leven.

Haupt in den Schnee gelegt

Den Ermittlungen zufolge hat der Mann den Kopf seiner Frau nach der Ermordung mit einem Messer abgetrennt . Mit dem Blut triefenden Haupt in der Hand verließ der Mann dann das Mietshaus im Stadtteil Harburg und ging zur Shell-Tankstelle an der nächsten Straßenecke. Dort legte er das Haupt in den Schnee und forderte den Pächter auf, die Polizei zu rufen. "Der 40-Jährige machte einen verwirrten Eindruck und gab an, seine Ehefrau getötet zu haben", beschrieb Polizeisprecherin Karina Sadowsky die Szene, die sich den Beamten bot. Der Mann wurde festgenommen.

Den Polizisten, die sich auf den Weg in die Wohnung des Mannes machten, bot sich ein grausiges Bild: Das Treppenhaus war voller Blutstropfen, die zur Wohnung im dritten Stock des roten Backsteinbaus führten. In der Wohnung des Paares wurde der Torso der Ehefrau gefunden. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, wurde sichergestellt. Die beiden kleinen Töchter wurden aus der Wohnung geholt. Die Polizisten achteten darauf, dass die Kinder die Leiche ihrer Mutter nicht zu sehen bekamen.

"Freundlich und hilfsbereit"

Ein Nachbar auf der selben Etage berichtete, die Familie habe seit vier oder fünf Jahren dort gelebt. "Ich habe keinen Streit gehört", sagte der 40-Jährige, der mit seiner Familie gegenüber der Tatwohnung lebt. Er beschrieb den mutmaßlichen Täter als "freundlich und hilfsbereit". Von der Tat am frühen Morgen habe er nichts mitbekommen. "Erst als mein Sohn zur Schule losging, haben wir das Blut im Treppenhaus und die Polizei bemerkt", sagte der Nachbar.

Der festgenommene Tatverdächtige unternahm in der Polizeiwache des Stadtteils einen Fluchtversuch, wie Sadowsky sagte. "Das war bei einem Toilettengang, plötzlich griff er die Polizisten an", erklärte sie. Mehrere Beamte seien nötig gewesen, um den Mann niederzuringen. Er wurde ins Polizeipräsidium transportiert. Nach ihren Angaben stand der Mann nicht unter Drogen und war nüchtern. Bei einer weiteren Vernehmung in Präsidium machte der Täter einen verwirrten Eindruck. "Er ist psychisch krank und hat sich auch so geäußert", sagte Leven.

Claus-Peter Tiemann/AP / AP
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