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Indien: Maoisten geben gekaperten Zug frei

Maoistische Rebellen haben in Indien einen zunächst von ihnen gekaperten Personenzug wieder freigegeben. Die Entführer hatten den Lokführer gezwungen, den Zug mit mehreren Hundert Fahrgästen an Bord in den Bahnhof der Rebellhochburg Latehar zu steuern. Wenige Stunden später ließen sie den Zug weiterfahren.

Maoisten haben einen am Mittwoch im ostindischen Bundesstaat Jhakhand gekaperten Personenzug mit hunderten Passagieren an Bord wieder freigegeben. Niemand sei verletzt worden, meldete die Nachrichtenagentur IANS unter Berufung auf die Behörden. Alle Passagiere an Bord seien sicher. Der Zug habe seine Fahrt vier Stunden nach der Kaperung durch die Rebellen wieder aufgenommen. Einen Tag vor der zweiten Phase der Parlamentswahl in Indien hätten die Maoisten den Zug auf einem Bahnhof in ihre Gewalt gebracht gehabt. Nach unterschiedlichen Angaben von IANS und dem Nachrichtensender NDTV waren zwischen 400 und 700 Menschen an Bord.

Bereits am Dienstagabend sei es zu mehreren maoistischen Angriffen in Jharkhand und dem benachbarten Bundesstaat Bihar gekommen. Aufständische hätten unter anderem einen Bahnhof in die Luft gesprengt, bevor ein Expresszug dort vorbeifahren sollte. Über Opfer bei den Angriffen wurde zunächst nichts bekannt. Die Rebellen kämpfen nach eigenen Angaben für die Rechte der landlosen Arbeiter und armen Bauern. In den vergangenen Jahren haben sie auch immer wieder Personenzüge in ihre Gewalt gebracht. Nach einigen Stunden ließen sie die Passagiere jedoch gewöhnlich unverletzt wieder frei.

An diesem Donnerstag ist in Indien der zweite Tag der Parlamentswahl, die sich in fünf Phasen bis zum 13. Mai erstreckt. Die in Indien Naxaliten genannten Maoisten haben ebenso wie radikale Muslime im indischen Teil Kaschmirs zum Boykott der Abstimmung aufgerufen.

Bereits der erste Wahltag am Donnerstag vergangener Woche war von maoistischer Gewalt überschattet gewesen. Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen waren bei zahlreichen Angriffen maoistischer Rebellen in vier Bundesstaaten im Osten des Landes mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Bei der Wahl in Indien - der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt - sind insgesamt mehr als 710 Millionen Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen.

Maoisten sind in 13 von 35 indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien aktiv. Am ersten Wahltag war in zahlreichen Regionen mit maoistischem Einfluss gewählt worden. In zahlreichen dieser Bundesstaaten wird auch an diesem Donnerstag wieder gewählt. Das Wahlergebnis wird am 16. Mai verkündet.

DPA/Reuters/AFP / DPA / Reuters
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?