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Genialer Coup Lehrerin räumt 10.000 Dollar von Versicherung ab, weil sie das Kleingedruckte liest

Lehrerin liest das Kleingedruckte und räumt 10.000 Dollar ab
Es lohnt sich immer, einen Vertrag bis zur letzten Seite zu studieren. Für eine Lehrerin in den USA sprangen dabei sogar 10.000 US-Dollar heraus.
© Kai Remmers/ / Picture Alliance
Weil sie das bisher immer so gemacht hat, wühlte sich eine Lehrerin im US-Bundesstaat Georgia durchs Kleingedruckte einer Versicherungspolice. Und stieß dabei auf die magischen Worte: "Zahlt sich aus." Einen Tag später war die 59-Jährige um einige Tausend US-Dollar reicher.

Normalerweise haben Versicherungsunternehmen wenig Interesse daran, dass ihre Kunden die Klauseln in Verträgen bis ins letzte Detail studieren. Bleiwüsten mit winzigen Buchstaben sollen sie abschrecken. Und bei vielen klappt das auch. Einmal kurz überflogen. Unterschrift. Fertig. Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat "Tin Leg", Tochter des US-Reiseversicherers "Squaremouth", den Spieß umgedreht. Auch deren Verträge enden mit unzähligen Absätzen, in denen sämtliche Modalitäten und Eventualitäten ausführlich ausgeführt werden.

Der Clou: Im allerletzten Satz lässt das Unternehmen wissen, dass es schätze, dass weniger als ein Prozent der Reisenden, die eine Police abschließen, tatsächlich alle Richtlinien-Informationen lesen. Man arbeite daran, das zu ändern. Und weiter: "Die erste Person, die dieses versteckte Gewinnspiel entdeckt und uns eine Mail schreibt, belohnen wir mit 10.000 US-Dollar."

Ein Nerd, der jeden Vertrag bis zur letzten Zeile liest

Für rund 450 US-Dollar hatte Donelan Andrews, eine Grundschullehrerin aus Thomaston im US-Bundesstaat Georgia, ihre lang geplante Reise nach England bei "Tin Leg" abgesichert. Es war die günstigste Police, die sie für den Europatrip mit ein paar Freundinnen bekommen konnte, erzählte die 59-Jährige der "Washington Post". "Viele denken, dass ich ein Nerd bin, aber ich habe früh gelernt, Verträge immer bis zur letzten Zeile zu lesen", so Andrews weiter. Also kämpfte sie sich auch bei diesem Vertrag bis zur siebten und letzten Seite durch. "Zahlt sich aus", las sie dort plötzlich als Überschrift. Und darunter die bereits erwähnten Zeilen von "Tin Leg". Andrews schickte eine Mail - und schon am nächsten Tag klingelte das Telefon. Am anderen Ende der Leitung ein Mitarbeiter der Versicherung. "Das war mein Glückstag", freute sich Andrews über die ausgelobten 10.000 US-Dollar. Wie die Versicherung mitteilte, hatten bis zur Mail der Lehrerin 73 Kunden eine Police abgeschlossen. Gemeldet hat sich nur die 59-Jährige aus Thomaston.

Glückspilz will jetzt Lotto spielen

Auf den Gewinn in Höhe von 10.000 US-Dollar legte Squaremouth laut "Washington Post" weitere 10.000 Dollar drauf und spendete sie zwei Schulen in Georgia, an denen Donelan Andrews unterrichtet. Auch ein Literaturprojekt für Kinder ("Reading is fundamental") soll das mittelständische Unternehmen mit 10.000 Dollar bedacht haben. Das sei schon alles ein bisschen verrückt, findet Glückspilz Andrews, die nun darüber nachdenkt, regelmäßig Lotto zu spielen. Natürlich nicht, ohne das Kleingedruckte zu studieren. 

Wie klingt es, wenn jemand 28 Millionen Pfund im Lotto gewinnt? Genau so! Amo Riselli aus dem britischen Gloucester hat den Jackpot geknackt. Dabei hatte der 50-Jährige nicht mal sechs Richtige. Die Zusatzzahl 50 bescherte dem 50-Jährigen umgerechnet rund 24 Millionen Euro. Risali sei sein Glück gegönnt. Denn der Taxifahrer hat eine schwere Zeit hinter sich. Der fünffache Vater verlor seine Ehefrau Donna vor vier Jahren durch einen Herzinfarkt. Um die Großfamilie zu ernähren, arbeitete der Brite oft 70 Stunden in der Woche. Nach 12 Arbeitsjahren will Riselli sein Taxi nun gegen einen Ferrari tauschen und seine Familie mit Reisen und gutem Essen verwöhnen. Erstes Ziel: Las Vegas. Bleibt zu hoffen, dass Riselli seinen Gewinn nicht beim Glücksspiel verprasst.
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