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München: Mann reitet auf Kamel zum Knast

Klaus Klages sollte einen Tag ins Gefängnis. Er hatte einen Strafzettel über 25 Euro nicht bezahlt. Der Falschparker erschien auch pünktlich zum Haftantritt - allerdings auf einem äußerst ungewöhnlichen Fortbewegungsmittel.

Der Oberbayer Klaus Klages, der wegen eines nicht gezahlten Strafzettels über 25 Euro zu einem Tag Haft verurteilt worden war, ist in München auf dem Kamel "Attila" ins Gefängnis geritten. "Damit will ich der Staatsanwaltschaft signalisieren, dass in ihrer Behörde viele Esel oder Kamele sitzen müssen, wenn sie, um 25 Euro einzutreiben, eine eintägige Haftstrafe vollstreckt, die den Steuerzahler etwa 140 Euro kostet", sagte der Mann. Gefängnisdirektor Hans-Herbert Moser begrüßte den Neuzugang mit Handschlag.

Der Falschparker war zu einem Tag Erzwingungshaft in der Justizvollzugsanstalt München Stadelheim verurteilt worden, weil er sich geweigert hatte, den Strafzettel zu bezahlen. Allerdings befreie "die Verbüßung der Erzwingungshaft nicht von der Verpflichtung zur Bezahlung der Geldbuße", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

DPA / DPA
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