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Neunmal kurz vermeldet: Gewinnen Sie Geld, klagen Sie nicht

Eine Chinesin hat in einem Spielcasino 500.000 Euro gewonnen - ausgerechnet nachdem sie den Betreiber mit einer Klage gedroht hatte. Geldsorgen anderer Art hat ein Cabrio-Interessent aus Hannover: Bei einer Probefahrt schoss der Mann 23.000 Euro unfreiwillig in den Wind.

Ehre? Welche Ehre?    Über eine sehr große Frage hatte nun das Landgericht Kiel zu urteilen. Es ging darum, ob die Ehre eines Menschen teilbar ist oder nicht. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass sie es nicht sei. Die Ehre kann nicht in eine persönliche und eine berufliche Ehre aufgeteilt werden. "Der Begriff der persönlichen Ehre umfasst auch die sogenannte Berufsehre", heißt es in dem Urteil. Eine Differenzierung zwischen einer persönlichen und einer beruflichen Ehre sei weder möglich noch geboten. In dem konkreten Fall hatte ein Reiter behauptet, sein Pferd sei durch schimmeliges Futter und Stroh aus dem Stall krank geworden. Der Stallbesitzer fühlte sich - ausschließlich - in seiner beruflichen Ehre verletzt und klagte sofort. Das Landgericht folgte der Differenzierung des Stallbesitzers nicht. Wenn jemandem die beruflichen Fähigkeiten abgesprochen würden, berühre dies auch seine persönliche Ehre, entschieden die Richter und wiesen die Beleidigungsklage ab
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Ehre? Welche Ehre?

Über eine sehr große Frage hatte nun das Landgericht Kiel zu urteilen. Es ging darum, ob die Ehre eines Menschen teilbar ist oder nicht. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass sie es nicht sei. Die Ehre kann nicht in eine persönliche und eine berufliche Ehre aufgeteilt werden. "Der Begriff der persönlichen Ehre umfasst auch die sogenannte Berufsehre", heißt es in dem Urteil. Eine Differenzierung zwischen einer persönlichen und einer beruflichen Ehre sei weder möglich noch geboten. In dem konkreten Fall hatte ein Reiter behauptet, sein Pferd sei durch schimmeliges Futter und Stroh aus dem Stall krank geworden. Der Stallbesitzer fühlte sich - ausschließlich - in seiner beruflichen Ehre verletzt und klagte sofort. Das Landgericht folgte der Differenzierung des Stallbesitzers nicht. Wenn jemandem die beruflichen Fähigkeiten abgesprochen würden, berühre dies auch seine persönliche Ehre, entschieden die Richter und wiesen die Beleidigungsklage ab