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Neuseeland: Arzt näht eigene Wunden nach Hai-Attacke

Darauf erst mal ein kühles Bier! Ein Arzt in Neuseeland ist von einem Hai angefallen worden. Ganz cool versorgte er zunächst seine blutigen Wunden, um anschließend in den nächsten Pub einzukehren.

Immer wieder werden in Australien und Neuseeland Schwimmer von Haien angefallen. Einen so spektakulären Zusammenstoß, wie ihn jetzt der Neuseeländer Steve Grant erlebte, ist jedoch auch in diesen Breiten selten.

Immer wieder werden in Australien und Neuseeland Schwimmer von Haien angefallen. Einen so spektakulären Zusammenstoß, wie ihn jetzt der Neuseeländer Steve Grant erlebte, ist jedoch auch in diesen Breiten selten.

Ein Arzt aus der südneuseeländischen Stadt Invercargill ist beim gemeinschaftlichen Speerfischen mit Freunden von einem Hai angegriffen worden. Der 24-jährige James Grant wehrte den Raubfisch mit einem Messer ab, nähte sich an Land seine Wunde zu und eilte in den nächsten Pub, um sein Abenteuer zu begießen, wie Medien am Dienstag berichteten. Mit den Worten: "Du Mistkerl, jetzt muss ich versuchen, Dich von meinem Bein loszuwerden", schilderte er "Radio New Zealand" seine ersten Gedanken.

Der Zusammenstoß geschah als er gerade einen zappelnden, blutenden Fisch an der Speerspitze hatte, den er mit einem Jagdmesser töten wollte. "Es war ein wirklich günstiger Moment. Ich hatte das Messer gerade in der Hand, also habe ich ihm damit ein paar Hiebe mitgegeben", sagte Grant zur australischen "ABC". Er habe den Hai nicht genau beobachtet, denn das Wasser sei in dem Moment ziemlich trüb gewesen. Anhand der Bisswunden könnte es sich um einen Siebenkiemerhai gehandelt haben, mit einem 20 Zentimeter breiten Maul. Ausgewachsene Siebenkiemer können bis zu drei Meter lang werden.

Glückerweise trug Grant einen dicken Neoprenanzug, der es dem Hai erschwert hatte, Grants Wade richtig zu fassen. Nach dem Entfernen des Anzugs am Strand kamen mehrere, bis zu fünf Zentimeter lange Wunden zum Vorschein. Er habe sich seine Wunden mit Material aus einem Erste-Hilfe-Kasten zugenäht, der eigentlich für seine Jagdhunde bereitliege.

Im nächsten Pub bekam er einen Verband, damit das Blut nicht länger auf den Boden tropfe. Das Thekenpersonal beschrieb Grant als mopsfidel und vom Adrenalin aufgekratzt. Zur Beruhigung versorgte es ihn mit ein paar Bier. "Es wäre großartig gewesen, wenn ich den Hai getötet hätte. Denn im Pub gab es gerade einen Fischerwettbewerb", sagte Grant dem Radiosender.

ono/AFP / AFP
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