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Mysteriöser Vermisstenfall: Zwei Freunde und ihr Auto verschwinden spurlos

Im September 2015 verschwinden zwei Freunde aus Österreich mit ihrem Auto plötzlich. Sie waren nach einer Feier offenbar auf dem Weg nach Tschechien. Ermittler stehen vor einem großen Rätsel. 

Andreas Leitner und Max Baumgartner werden seit 12. September 2015 vermisst

Andreas Leitner (l.) und Max Baumgartner: Seit 12. September 2015 vermisst

Max Baumgartner und Andreas Leitner waren beste Freunde. Aufgewachsen im Mühlviertel in Oberösterreich kannten sie sich seit der Schulzeit. Beide galten als ruhige Typen, waren gerne zu Hause und hatten gute Beziehungen zu ihren Familien. Seit rund neun Monaten ist alles anders.

Max und Andreas trafen sich am 12. September 2015 mit zwei weiteren Freunden zum Kartenspielen - seit dieser Nacht sind die zum damaligen Zeitpunkt 26 Jahre alten Männer spurlos verschwunden. Erfahrene Ermittler stehen vor einem Rätsel. "Es ist wirklich ein sehr außergewöhnlicher, mysteriöser Fall", sagte Gottfried Mitterlehner vom LKA Linz in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY".

Der besagte Samstagabend im vergangenen September: Max hat Andreas und zwei weitere Freunde zu sich nach Hause eingeladen, in Zwettl an der Rodl, rund 20 Kilometer nördlich von Linz. Es ist ein ausgelassener Abend, die Stimmung gut. Gegen 23 Uhr verabschieden sich zwei der Männer, Max und Andreas bleiben alleine zurück. Knappe zwei Stunden später, um 0.56 Uhr, rufen die beiden eine gemeinsame Freundin an. Wieder eine Stunde später, um 1.50 Uhr, versuchen Max und Andreas, ein Taxi zu rufen. Doch es kommt keine Verbindung zustande. Das alles konnten die Ermittler rekonstruieren.

Citroen von Max wird kurz vor Tschechien gesehen

Was im weiteren Verlauf der Nacht passierte, bleibt ein großes Rätsel - bis heute. Fest steht, dass das Auto von Max in dieser Nacht gefahren wurde. Auf der B126, kurz vor der tschechischen Grenze, wurde der Citroen von der österreichischen Polizei zweifelsfrei identifiziert, es gibt Aufnahmen von dem Wagen auf dieser Straße. Es ist die letzte Spur von den beiden Männern. Waren sie auf dem Weg ins tschechische Grenzgebiet? Viele junge Menschen zieht es dorthin. Die Gegend ist bekannt für Kasinos, Prostitution und Drogenhandel.

Die Polizei hat den gesamten Bereich des Grenzübergangs abgesucht, auch aus der Luft mit Hubschraubern. Freunde und Verwandte organisierten eine private Suche, drehten und wendeten jeden Stein. Aber keine Spur.

Von Zwettl an der Rodl nach Vyšší Brod in Tschechien: Die Strecke, die die beiden Männer vermutlich zurücklegten

Von Zwettl an der Rodl nach Vyšší Brod in Tschechien: Die Strecke, die die beiden Männer vermutlich zurücklegten

Ermittler halten zwei Szenarien für möglich

Die Hoffnungen schwinden, je mehr Zeit verstreicht. Doch Mitte April kommt wieder Bewegung in den Fall. Ein Zeuge meldet sich, er will Max und Andreas in der besagten Nacht in der tschechischen Stadt Vyšší Brod gesehen haben, nahe der Grenze zu Österreich. Er sei um zwei Uhr nachts aus einem Lokal gekommen, erzählte er bei "XY", und habe die Männer vor ihrem Auto stehen sehen. Sie seien gut drauf gewesen. Die Ermittler halten die Aussagen des Mannes für sehr glaubwürdig.

Seitdem konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Region um Vyšší Brod, auch die tschechische Polizei hilft bei der Suche. Doch die wenigen Anhaltspunkte erschweren die Arbeit der Beamten. "Wir haben bislang nur ganz wenige Hinweise bekommen", sagte Gottfried Mitterlehner vom LKA Linz.

Das Auto des Vermissten Max Baumgartner: Ein silberner Citroen BX mit auffälligen Türen.

Das Auto des Vermissten Max Baumgartner: Ein silberner Citroen BX mit auffälligen Türen.

Die Frage, die alle Beteiligten in diesem Fall umtreibt: Wie ist es möglich, dass zwei erwachsene Männer mit ihrem Auto spurlos verschwinden? Die Ermittler schließen einen Unfall aus: "Dann hätte man das Fahrzeug vermutlich gefunden", so Mitterlehner. Es gebe auch keinen Hinweis auf einen Suizid.

Stattdessen geht er von zwei möglichen Szenarien aus: ein Verbrechen oder ein freiwilliges Verschwinden. Dass die beiden Männer noch leben, ist nicht ausgeschlossen. Aber die Angehörigen müssen mit dem Schlimmsten rechnen. "Man will einfach Gewissheit haben, um zur Ruhe kommen zu können", sagte Ernestine Leitner, Andreas' Mutter.


Wer Max Baumgartner und Andreas Leitner nach dem 12. September 2015 noch gesehen hat oder wem der silberne Citroen BX aufgefallen ist, kann sich mit Hinweisen an das Landeskriminalamt Oberösterreich/Linz unter der Nummer 0043 59133403333 wenden.

kis
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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