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Trennung von Wendi Deng: Rupert Murdoch lässt sich scheiden

Gut 14 Jahre sind sie verheiratet, seit einem halben Jahr aber sei die Beziehung "unwiederbringlich zerrüttet: Medienunternehmer Rupert Murdoch trennt sich von seiner fast 40 Jahre jüngeren Wendi.

Medienunternehmer Rupert Murdoch trennt sich von seiner dritten Frau. Der 82-Jährige reichte am Donnerstag die Scheidung von der 44-jährigen Wendi ein, wie sein Sprecher mitteilte. Die Ehe sei seit mehr als sechs Monaten unwiederbringlich zerrüttet.

Der schwerreiche Chef des Medienkonzerns News Corp hatte die gebürtige Chinesin 1999 geheiratet. Die beiden haben zwei Töchter. Experten rechnen nicht mit Auswirkungen auf das Medienimperium. Insidern zufolge gibt es einen Ehevertrag, über dessen Inhalt aber nichts bekannt ist. Laut Forbes verfügt Murdoch über ein Vermögen von 9,4 Milliarden Dollar. Er hat bereits vier erwachsende Kinder.

Murdoch lernte Wendi Deng 1998 bei einer Chinareise kennen, als sie für ihn als Übersetzerin arbeitete. Er heiratete sie kurz nach der Scheidung von seiner zweiten Frau Anna, mit der er 31 Jahre verheiratet war. In einem Interview des Magazins "The Monthly" sagte Murdoch damals, Aufgabe seiner neuen Frau sei die der "Dekorateurin eines Heims". Sie sei kein Geschäftsgenie, die News Corp übernehmen werde. Anders als Ex-Frau Anna, die bis 1998 in der Chefetage des Unternehmens saß, spielte die Tochter eines Fabrikdirektors in Guangzhou nie eine herausragende Rolle bei News Corp.

Tatkräftiger Einsatz im Parlament

Bekannt wurde Wendi einer breiteren Öffentlichkeit als sie 2011 unter körperlichem Einsatz ihren Mann bei einer Anhörung im britischen Parlament gegen den Schaumangriff eines Demonstranten verteidigte. Murdoch musste den Abgeordneten damals wegen eines Abhörskandals Rede und Antwort stehen.

anb/Reuters / Reuters
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?