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Unbeliebte Dauergäste Wie eine Rentnergang McDonald's auf die Palme bringt


Sie bestellen eine Portion Pommes - und bleiben den ganzen Tag: Eine Gruppe New Yorker Rentner hat den örtlichen McDonald's zu ihrem Seniorentreff auserkoren. Die Filiale wehrt sich mit der Polizei.

Die McDonald's-Filiale im New Yorker Stadtteil Flushing ist wirklich nichts Besonderes. Tische, Stühle, Burgerduft - wie ein McDonald's nun mal so ist. Eine Gruppe örtlicher Senioren findet den Laden aber offenbar ziemlich gemütlich. Regelmäßig kommen die befreundeten Rentner schon morgens in den Schnellimbiss, bestellen einen Kaffee für 1,09 Dollar oder teilen sich eine kleine Portion Pommes für 1,39 Dollar und bleiben bis zum Abend.

Die Leiterin der Filiale, Martha Anderson, ist über das Sitzfleisch ihrer Stammkundschaft alles andere als begeistert. Die Rentner belegen die wenigen Sitzplätze, ohne Umsatz zu machen. Das ist schlecht fürs Geschäft. Da Zureden nicht fruchtete, griff Anderson zuletzt zu drastischeren Maßnahmen. Sie rief die Polizei, um die Senioren rausschmeißen zu lassen - und das bereits viermal seit November. Zudem brachte sie ein Schild an, das besagt, man habe 20 Minuten Zeit, um sein Essen zu verzehren. "Das ist ein McDonald's, kein Seniorenzentrum", sagte Anderson der "New York Times", die über den Streit zwischen Anderson und den Rentnern berichtet.

Die Senioren von Flushing sind allerdings hartnäckig. Seit Jahren kommen sie in den Laden, um zu quatschen. Das wollen sie sich nicht nehmen lassen. "Kann man etwa einen großen Kaffee in 20 Minuten trinken?", fragt der 77-jährige David Choi. "Nein, das ist unmöglich." Der ebenfalls 77-jährige Man Hyung Lee erzählt, nachdem ihn die Polizei hinausbegleitet habe, sei er eben einmal um den Block gegangen und dann wieder gekommen. So halten es auch die meisten seiner Bekannten. Es sieht so aus, als ob die Polizei noch öfter gegen die renitenten Senioren ausrücken muss.

Bei der "New York Times" ist auch ein Foto aus der Filiale zu sehen.

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Daniel Bakir

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