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Unwetter in NRW: Autofahrer schippern durch die Straßen von Essen

Überflutete Straßen und eine vollgelaufene U-Bahn-Röhre im Ruhrgebiet: Heftiger Regen hat am Mittwochabend Teile von Nordrhein-Westfalen unter Wasser gesetzt. Während mancherorts den Autos das Wasser über die Reifen stand, war meist nur wenige Kilometer entfernt alles in Ordnung.

Nach starken Regenfällen war die Innenstadt von Essen teilweise überflutet. Während bereits wenige Kilometer entfernte Stadtteile kaum vom Unwetter betroffen waren, fielen im Zentrum innerhalb kurzer Zeit 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter. "Das ist die Hälfte dessen, was sonst im ganzen Juli an Regen fällt", sagte am Donnerstag Karl-Heinz Nottrodt vom Deutschen Wetterdienst in Essen.

Stark betroffen im bevölkerungsreichsten Bundesland waren neben dem Ruhrgebiet auch das Bergische Land und die Eifel. In Wuppertal fielen laut Wetterdienst 20 Liter pro Quadratmeter, in Remscheid waren es 23 Liter, in Bonn etwa 30 Liter pro Quadratmeter. "Das Unwetter zog nur sehr langsam über NRW hinweg, weil kaum Wind wehte", erklärte Nottrodt. Über Essen habe das Unwetter daher eineinhalb bis zwei Stunden gewütet.

In Essen rückte die Feuerwehr am Mittwochabend zu etwa 220 wetterbedingten Einsätzen aus, wie eine Sprecherin der Rettungskräfte mitteilte. Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt. In der U-Bahn wurden auf dem Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Rathaus die unterirdischen Schienen überschwemmt. An manchen Stellen stand das Wasser rund 60 Zentimeter hoch.

In dem betroffenen Abschnitt fielen laut Essener Verkehrs-AG (Evag) alle Linien den ganzen Abend über aus. Erst am Donnerstagmorgen konnten die ersten Züge wieder anrollen.

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