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Video Bundesbankchef Weidmann tritt ab

Bundesbankpräsident Jens Weidmann nimmt völlig überraschend nach mehr als zehn Jahren Amtszeit seinen Hut. Er habe Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier um seine Entlassung zum Jahresende gebeten, teilte die Bundesbank am Mittwoch mit. Dafür führte Weidmann persönliche Gründe an. "Ich bin zur Überzeugung gelangt, dass mehr als zehn Jahre ein gutes Zeitmaß sind, um ein neues Kapitel aufzuschlagen – für die Bundesbank, aber auch für mich persönlich", schreibt er in einem Brief an die Mitarbeiter. Erst im Mai 2019 war ihm ein weiteres achtjähriges Mandat zur Führung der Bundesbank gewährt worden. Der 53-jährige gebürtige Solinger war 2011 als Nachfolger von Axel Weber zum Präsidenten der Bundesbank ernannt worden, nachdem sein Vorgänger im Streit um die Krisenpolitik der EZB das Handtuch geworfen hatte. Unter Weidmann hatte sich das Verhältnis zwischen der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank nach Ansicht vieler Beobachter entspannt. Weidmann verweist in seinem Dankesschreiben an die Mitarbeiter zugleich darauf, dass es ihm immer wichtig gewesen sei, "dass die klare, stabilitätsorientierte Stimme der Bundesbank deutlich hörbar bleibt".
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Das gab die Bundesbank am Mittwoch bekannt. Er verlasse das Institut, an dessen Spitze er seit Mai 2011 stand, aus persönlichen Gründen.

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