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Video Iran: Neuer Präsident tritt Amt an

Der strenggläubige Kleriker Ebrahim Raisi ist am Donnerstag im Iran als Nachfolger von Präsident Rohani vereidigt worden. Zuvor war er vom Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei bestätigt worden. Die wichtigste Aufgabe des neuen Präsidenten wird es sein, das Land aus der Wirtschaftskrise zu führen. Auf dem Weg dahin liegen auch die Verhandlungen über das Atomabkommen. Raisi hatte versprochen, Maßnahmen zur Aufhebung der strengen US-Sanktionen zu ergreifen. Diese schränken die Ölexporte ein, außerdem ist der Iran vom internationalen Bankensystem ausgeschlossen. Wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen in seiner Zeit als Richter hatten die USA auch gegen Raisi selbst Sanktionen verhängt. Seit April laufen in Wien Gespräche über eine Wiederbelebung des Abkommens von 2015. Die USA waren 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem Atomabkommen ausgestiegen und hatten erneut harte Sanktionen gegen den Iran verhängt. Dieser begann daraufhin schrittweise gegen seine Auflagen zu verstoßen, insbesondere bei der Uran-Anreicherung. Trumps Nachfolger Joe Biden steht einer Wiederbelebung des Abkommens offen gegenüber. Das Abkommen mit dem Iran hatten 2015 die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland unterzeichnet. Der Iran hat stets erklärt, er strebe nicht nach Atomwaffen und nutze seine Atomanlagen zur Energiegewinnung. Raisi hatte die Atomgespräche zuletzt befürwortet. Es wird jedoch allgemein erwartet, dass der schiitische Geistliche in den ins Stocken geratenen Gesprächen eine härtere Gangart einlegt.
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Der 60-jährige Ebrahim Raisi ist als 6. Präsident der Islamischen Republik vereidigt worden.

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