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Video Kampf ums Abtreibungsrecht in den USA

Auch wenn die Stimmung locker schien, ging es den vielen Tausenden Frauen, die am Samstag in den USA auf die Straße gingen, um ein extrem ernstes Anliegen. In vielen Städten protestierten sie für das Recht auf Abtreibung. Dazu hatte ein Bündnis aus rund 200 Organisationen aufgerufen. "Unsere Regierung und Männer haben nicht das Sagen, wenn es um unsere Körper geht. Diejenigen, die gegen das Recht von Frauen sind, selbst zu entscheiden, sind dieselben, die soziale Programme für ungewollte Kinder ablehnen." Beeinflusst waren die Teilnehmerinnen der mehreren Hundert Protestmärsche speziell vom sogenannten "Texas Heartbeat Act", der besonders restriktiven, seit September in Texas geltenden Gesetzgebung. Diese verbietet Schwangerschaftsabbrüche, nachdem bei einem Embryo Herzaktivität zu orten ist. Das ist in der Regel nach rund sechs Wochen der Fall. Zu diesem Zeitpunkt wissen allerdings die meisten Frauen noch gar nichts von ihrer Schwangerschaft, so Experten. Auch sieht das Gesetz keine Ausnahmen bei Vergewaltigungen oder Inzest vor. Und es belohnt erfolgreiche Klagen gegen Menschen, die bei der Durchführung von als illegal definierten Abtreibungen helfen, mit Geldzahlungen. Auch weitere US-Bundesstaaten planen Verschärfungen. In der Bundeshauptstadt Washington, D.C., zogen die Protestierenden zum Obersten Gerichtshof, der sich voraussichtlich ab der kommenden Woche erneut mit dem Recht auf Schwangerschaftsabbrüche befassen wird.
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Ein Bündnis von Organisationen hatte zu bundesweiten Protestmärschen aufgerufen.

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