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Als Nachlass für Tochter: Krebskranker Vater schreibt Lebensweisheiten auf Servietten

Garth Callaghan ist unheilbar krank. Auch nach seinem Tod soll seine Tochter jeden Tag eine Nachricht von ihm bekommen - auf einer Serviette in ihrer Lunchbox. Hunderte hat er bereits geschrieben.

Schon als seine Tochter noch im Kindergarten war, fing Garth Callaghan an, ihr ab und zu Nachrichten in die Lunchbox zu legen. Eine kleine Zeichnung hier, ein paar Sätze dort, um sie aufzumuntern und zu inspirieren, während sie ihr Pausenbrot aß. Als Emma schließlich zur Schule ging, wurde daraus ein tägliches Ritual: Bis zu ihrem Abschluss sollte sie an jedem Schultag eine "Napkin Note", also eine Servietten-Nachricht, bekommen. Dieses Versprechen konnte der Vater seiner Tochter geben. Etwas anderes konnte er ihr jedoch nicht garantieren: dass er ihren Schulabschluss noch erleben würde.

Denn Garth Callaghan hat Krebs. 2011 wurde die Krankheit bei dem 44-Jährigen diagnostiziert, da kam Emma gerade in die Junior High School. Seine Chance, länger als fünf Jahre zu überleben, sagte ihm sein Arzt, liege gerade einmal bei acht Prozent. Doch egal wie viele Tage, Monate oder Jahre ihm tatsächlich noch bleiben, Callaghan will auch darüber hinaus mit seiner Tochter verbunden bleiben. "Es geht mir darum, dass sie versteht, was meine Lebensphilosophie ist und wie sehr ich sie liebe", sagte er der Nachrichtenseite "Today".

Mittlerweile ist Emma in der achten Klasse und Callaghan schreibt ihr weiterhin jeden Tag eine frische Nachricht. Mal wünscht er seiner Tochter Glück für ihr Softball-Spiel am Nachmittag, mal ermutigt er sie, an sich selbst zu glauben oder zitiert inspirierende Sätze berühmter Persönlichkeiten. Von Filmstar Audrey Hepburn ("Ich glaube an Wunder") bis zu Meister Yoda aus "Star Wars" ("Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen"). Doch er hat auch vorgesorgt, mit einem Schrank voller fertiger Nachrichten, "damit ich mein Versprechen erfüllen kann, auch wenn etwas schlimmes passiert." Bis zur 826 fehlen nur noch etwas mehr als 80 Notizen, schreibt die Tech-Website "Mashable"

Emma liebt die täglichen Nachrichten. "Nicht nur, weil ich so neue Zitate lerne und immer weiß, dass mein Vater an mich denkt", sagte sie "Today". "Sondern auch, weil sie mich daran erinnern, Dinge nicht für selbstverständlich zu halten." Und sie seien ein Weg, sie und ihren Vater auch während der Schulzeit näher zusammenzubringen, wenn Sport und Hausaufgaben keine Zeit für gemeinsame Aktivitäten lassen. Sogar Emmas Mitschüler fiebern den "Napkin Notes" täglich entgegen. Das macht Garth Callaghan besonders stolz auf seine Tochter, "weil sie genug Selbstbewusstsein hat, um sie mit Freunden zu teilen".

Der Vater will andere Eltern inspirieren

Er selbst teilt die Servietten-Nachrichten jedenfalls auch, mit der ganzen Welt. Im vergangenen September hat Callaghan die bis dahin geschriebenen "Napkin Notes" als E-Book herausgebracht, ein zweites mit allen 826 ist laut "Today" in Planung. Auf Facebook können Fans hingegen ganz umsonst am Ritual der Callaghans teilhaben: Hunderte abfotografierte Servietten hat der Vater dort seit Sommer 2013 gepostet. Auch als Anregung für andere Eltern: "Jeder könnte jederzeit von einem Auto überfahren werden oder einen Herzinfarkt bekommen", sagt Callaghan: "Es geht darum, ein Erbe zu hinterlassen."

Timo Brücken
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(