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Ambra Frau findet Erbrochenes eines Wals – der Klumpen ist 200.000 Euro wert

Pottwal
Pottwale scheiden Ambra aus, eine wichtige Substanz zur Herstellung von Parfums
© bbevren / Getty Images
In Thailand hat eine Frau einen fast sieben Kilo schweren Klumpen am Strand gefunden. Es handelt sich um das Erbrochene eines Wals, auch als Ambra bekannt – ein wertvoller Rohstoff, der für teure Parfums verwendet wird.

Besonders appetitlich war es nicht, was Siriporn Niamrin da am Strand in der Nähe ihres Hauses in der thailändischen Provinz Nakhon Si Thammarat entdeckte. Ende Februar fand die 49-Jährige am Ufer einen grauen, in seiner Konsistenz etwa wachsartigen Klumpen. Dabei handelte es sich um Ambra, was im Prinzip nichts anderes als das Erbrochene eines Wals ist. Siriporn Niamrin machte der Fund aber zu einer reichen Frau.

Die Substanz ist nämlich ausgesprochen selten und wertvoll. Sie wird zur Herstellung von teuren Parfums verwendet. Laut "Daily Mail" ist der Klumpen, den Niamrin gefunden hat, 30 Zentimeter breit, etwa 60 Zentimeter lang und wiegt fast sieben Kilogramm. Damit wäre der Fund laut der englischen Zeitung etwa 200.000 Euro wert.

Experten sollen den Fund überprüfen

Dass Niamrin den Haufen sofort mitgenommen hat, ist kein Zufall. Zwar kommt es nur selten vor, dass Ambra an der Küste angespült wird, meist treiben die bis zu 100 Kilogramm schweren Klumpen einfach im Meer. Doch wenn sie einmal am Strand liegen, lässt sich mit ihnen eine Menge Geld machen – das ist den Einheimischen klar. 

Siriporn Niamrin und ihre Nachbarn haben bisher mit einer Flamme versucht, die Echtheit des Materials zu überprüfen. Experten sollen nun bestätigen, dass es sich wirklich um Ambra handelt. Dann möchte Siriporn Niamrin die Einnahmen teilen: "Wenn ich tatsächlich echtes Ambra gefunden habe und einen Käufer finde, kann ich meiner Community helfen."

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Pottwale scheiden Ambra als Erbrochenes oder Kot aus

Ambra entsteht bei der Nahrungsaufnahme von Pottwalen. In die Meere gelangt es in Form von Erbrochenem, Kot oder durch den Tod der Wale. Unter Einfluss von Sonnenlicht und Sauerstoff entsteht daraus ein beliebter Duft, der schon seit der Antike bekannt ist. Lange war Ambra der entscheidende Rohstoff für die Herstellung von Parfums. Mittlerweile verwenden die meisten Hersteller synthetische Substanzen, bei besonders exklusiven und teuren Düften kommt aber weiterhin Ambra zum Einsatz.

Quellen: "Daily Mail" / "Planet Wissen"

epp

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