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Schneider aus England Seine letzte Jeans hat er mit 14 verbrannt – Mann kleidet sich wie im 19. Jahrhundert

Zack Pinsent aus England trägt ausschließlich historische Outfits
Zack Pinsent aus England trägt ausschließlich historische Outfits 
© Screenshot Zack Pinsent / Instagram
Zack Pinsent trägt ausschließlich historische Kleidung. Der junge Schneider aus England fühlt sich darin sehr wohl und selbstbewusst. Er begeistert seine Follower.

Seine letzte Jeans hat er zeremoniell verbrannt, als er 14 war. Seitdem trägt Zack Pinsent aus England ausschließlich historische Herrenkleidung – also bereits die Hälfte seines Lebens. Die Periode, die Zack Pinsent begeistert und an der er sich orientiert, ist das Regency zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Serie "Bridgerton" hat dieser Epoche zu neuer Berühmtheit verholfen – mit vielen historischen Freiheiten. 

Pinsent hingegen wirbt auf seiner Homepage mit "historischer Genauigkeit" für die Frauen- und Herrenkleidung, die er in seinem Studio in Brighton anfertigt. Seine Kundschaft kommt längst auch aus Übersee. 


Das Handwerk hat er sich selbst beigebracht und über die Jahre perfektioniert. Er habe nie den Wunsch gehabt, sich "normal" zu kleiden. Er habe das viele Jahre getan und gehasst, sagte er vor ein paar Jahren der BBC. Sich so so zu kleiden, wie er es tue, sei spektakulär. Es schenke ihm sehr viel Selbstbewusstsein. "Es ist seltsam. Aber wenn ich genieße, was ich tue, warum sollte ich das dann ändern?" 

Der junge Schneider aus England begeistert viele Menschen

Der Erfolg gibt ihm zusätzlich recht. Mit seinen Outfits, seinem Stil und seinem Selbstbewusstsein inspiriert der 28-Jährige viele Menschen. Rund 375.000 Nutzer folgen ihm auf Instagram. 

Gewisse historische Freiheiten nimmt auch er sich, wie ein Bild aus dem vergangenen Jahr zeigt – allerdings verbunden mit einer klaren Botschaft. Pinsent trägt auf einem Foto einen Frack in Regenbogenfarben und macht auf die Rechte von queeren Menschen aufmerksam. Es werde besser, schreibt er. Aber Homosexualität sei in 75 Ländern illegal und in zwölf Ländern gebe es dafür die Todesstrafe. "Daran müssen wir uns erinnern und daran, dass der Regenbogen immer ein Zeichen für Hoffnung sein wird." 

Quellen: Instagram, Pinsent Tailoring, BBC

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