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Horrorunfall in Hamburg: Pkw schleudert auf Gehweg - vier Tote

Es war einer jener Unfälle, die einem vor Augen führen, dass das Leben jederzeit jäh enden kann. Bei einem schweren Unfall in einer belebten Hamburger Einkaufsstraße ist ein Pkw auf den Gehweg geschleudert worden. Vier Menschen wurden in den Tod gerissen, acht weitere verletzt.

Vier Tote und acht Verletzte - die Menschen auf dem Fußweg hatten keine Chance: Bei einem schweren Zusammenstoß zweier Autos auf einer belebten Kreuzung in Hamburg ist ein Wagen am frühen Samstagabend im Stadtteil Eppendorf in eine Menschengruppe geschleudert. Der Kleinwagen des mutmaßlichen Unfallverursachers überschlug sich und begrub einen Menschen unter sich. Drei Personen erlagen noch am Unfallort ihren Verletzungen. Eine Fußgängerin wurde auf dem Weg ins Krankenhaus reanimiert, sie starb jedoch später. Acht weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen.

Es war kurz vor 17 Uhr, als die beiden Autos an der Einkaufsmeile Eppendorfer Baum/Eppendorfer Landstraße zusammenstießen. "Es gab einen lauten Knall", berichtete der 64 Jahre alte Anwohner Pierro Rossini. "Ich habe gerade Fußball geguckt und dachte, ein Haus ist eingestürzt oder etwas ist explodiert." Er habe sich sofort seine Jacke geschnappt, sei nach draußen gerannt und habe das Unglück gesehen: "Mehrere Menschen lagen auf dem Fußweg, man hörte laute Schreie", beschrieb er den furchtbaren Anblick. Fahrräder hätten herumgelegen, und auch ein Kinderwagen. "Ich habe so etwas noch nicht gesehen", sagte der Mann, der seit 32 Jahren in dem Stadtteil lebt, unter dem Eindruck des schrecklichen Ereignisses.

Knotenpunkt mit sechs Straßen

Binnen weniger Minuten waren Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr mit einem Großaufgebot an die Unfallstelle geeilt. Notfallseelsorger kümmerten sich um Beteiligte und Menschen, die Zeugen des Unfalls geworden waren. An der oft sehr belebten Kreuzung treffen sechs Straßen aufeinander, die unter anderem Richtung Flughafen führen. Geschäfte und Restaurants reihen sich aneinander. Das Auto schleuderte vor einem Bäcker in die Menschengruppe.

Auch fast zwei Stunden nach dem Unfall stand noch eines der Autowracks auf der Kreuzung, während das andere auf der Seite auf dem Fußweg lag. Noch immer war die Kreuzung weiträumig abgesperrt. Überall lagen Trümmerteile verstreut, auf dem Bürgersteig mehrere Fahrräder. Einen Papierkorb sowie Poller hatte das Auto umgerammt. Hinter den Absperrbändern beobachteten zahlreiche Eppendorfer die Arbeiten der Rettungskräfte - erschrocken über das, was sie sahen. "Diese weißen Bettlaken, mit denen die Rettungskräfte alle verdecken, sind ja ein schlechtes Zeichen", so eine Beobachterin am Straßenrand.

dho/DPA / DPA
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