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Itzehoe: Explosion in Mehrfamilienhaus - ein Toter

Ein Mehrfamilienhaus in Itzehoe liegt nach einer Explosion in Schutt und Asche. Ein Mensch stirbt in den Trümmern, 15 weitere werden teils lebensgefährlich verletzt. Drei Personen werden vermisst.

Bei einer heftigen Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Itzehoe sind mindestens ein Mann getötet und 15 Menschen verletzt worden. Zwei davon schwebten am frühen Montagnachmittag in Lebensgefahr, zwei weitere hatten schwere Verletzungen, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Es werden noch drei Personen vermisst, unter anderem vermutlich ein Bauarbeiter.

Das Haus am Ostrand von Itzehoe stürzte in sich zusammen, auch angrenzende Gebäude wurden teils stark beschädigt. "Die ganze Straße ist voller Splitter", sagte die Sprecherin. Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr eilte zur Unglücksstelle, Rettungshubschrauber kamen zum Einsatz. Auch zahlreiche Schaulustige waren da.

Druckwelle beschädigt angrenzende Häuser

In dem Mehrfamilienhaus waren den Angaben zufolge elf Menschen gemeldet. Wie viele von ihnen zum Zeitpunkt der Explosion in ihren Wohnungen waren, war zunächst unklar. Der Tote und vier Verletzte seien Hausbewohner, sagte die Sprecherin. Bei den anderen Verletzten handele es sich nach ersten Erkenntnissen unter anderem um Bewohner umliegender Wohnungen.

Die Druckwelle der Explosion beschädigte etliche angrenzende Häuser, Fensterscheiben gingen zu Bruch. "In einige Wohnungen kann man hineingucken", sagte die Polizeisprecherin. Jetzt müsse die Statik der Gebäude geprüft werden: "Im Moment sind sie nicht bewohnbar und nicht begehbar." Bürgermeister Andreas Koeppen erklärte, die Stadt werde für die Betroffenen Unterkünfte - etwa Hotelzimmer - suchen. Sie sollten auch psychologische Hilfe bekommen. In Itzehoe leben mehr als 30 000 Menschen.

Waren Bauarbeiten der Auslöser?

Warum das Haus gegen 9 Uhr explodierte, war zunächst unklar. Auf der Straße vor dem Haus gab es Bauarbeiten. Nach der Explosion war anfangs vermutet worden, ein Bagger habe eine Gasleitung beschädigt. Die Polizei bestätigte dies nicht. Dennoch wurden die Straßen rund um den Unglücksort der Explosion vom Gasnetz genommen, wie die Sprecherin berichtete.

yps/DPA / DPA
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