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Peta klagt an: So unwürdig muss ein gefangener Hai für Touristen-Selfies herhalten

In einem Restaurant in Mexiko können Touristen mit einem Ammenhai schwimmen und sich gegen Geld mit ihm fotografieren lassen. Die Peta macht auf die schädliche Gefangenschaft für das Tier aufmerksam.

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Haie gelten als gleichermaßen faszinierende wie furchterregende Fressmaschinen, als gefährlich und unnahbar. Genau wie mit Raubkatzen und anderen wilden Tieren sind Selfies mit ihnen äußerst populär. In vielen Urlaubsländern bieten Unternehmer den Touristen Begegnungen mit Wildtieren an. Auf der Insel Isla Mujeres, Mexiko, haben die Besitzer des Restaurants "El Comejen" bereits seit Jahren einen Ammenhai in Gefangenschaft als Touristenattraktion. Besucher können in das kleine sechs mal acht Meter große Becken steigen und sich mit dem Hai fotografieren lassen.

Peta warnt vor Wildtier-Selfies

Abgesehen von den unwürdigen Verhältnissen, in denen der Hai lebt, müsse er jedes Mal Todesqualen erleiden, schreibt die Tierschutzorganisation Peta. Unter Angst und Stress wird der Hai dann für Schnappschüsse von Tourist zu Tourist gereicht. Um ein möglichst gutes Foto zu bekommen, heben die Urlauber den Hai aus dem Wasser, sodass er an der Luft ist - er droht zu ersticken.

Auch eine Tripadvisor-Userin war über diese Attraktion geschockt, sie schreibt: "Nachdem ich sah, dass dort ein Ammenhai in einem Gehege von 6x8 Meter "aufbewahrt" wird, bin ich gegangen. Der Hai wird als Touristenattraktion gehalten und man kann ein Foto mit dem Hai auf dem Arm kaufen. Ich war schockiert, das so etwas möglich ist und das die Regierung / Bürgermeister das nicht verbietet...."

Auf der Jagd nach dem perfekten Foto

Immer wieder bringen sich Touristen in Gefahr, nur weil sie ein spektakuläres Foto wollen, mit dem sie auf Instagram punkten. Hin und wieder erleben sie dabei eine bissige Überraschung - und ärgern sich darüber auch noch.

Hai Touristin Biss Brasilien

Peta empfiehlt dringend, Wildtiere in Ruhe zu lassen, mit jeder Selfiegebühr würde man die Jagd der Tiere nur unterstützen. Man wisse schon lange, dass die Gefangenschaft von Meeressäugern ein sicheres Todesurteil für diese bedeute.  

dm