Mexiko Reisebus in Schlucht gestürzt


Ein Busunglück in Mexiko hat 57 Menschen das Leben gekostet. Drei Reisende überlebten den Sturz in eine mehr als 200 Meter tiefe Schlucht mit schweren Verletzungen. Der Busunternehmer wurde festgenommen.

Das überfüllte Fahrzeug kam auf einem steilen Abschnitt unweit des Berges Pico de Orizaba von der Straße ab, brach durch die Absperrung und stürzte Dutzende Meter tief in eine Schlucht. Der Reisebus war mit Osterurlaubern von Guadalajara in den Golfküstenstaat Tabasco unterwegs. Die Behörden untersuchen, ob das Unglück in abschüssigem Gelände auf überhöhte Geschwindigkeit oder auf Bremsversagen zurückzuführen ist.

Bei den Todesopfern handelte es sich den Angaben zufolge um 29 Frauen und 28 Männer, unter ihnen seien auch zehn Kinder gewesen. Zunächst war von mindestens 67 Toten die Rede gewesen. Die Behörden korrigierten dies jedoch später und erklärten, mehrere Opfer seien versehentlich doppelt gezählt worden. Zwei der Verletzten befanden sich in kritischem Zustand. An Bord des für 46 Passagiere zugelassenen, 22 Jahren alten Busses befanden sich laut Polizei 60 Menschen. Alle Todesopfer seien Mexikaner, die in dem gecharterten Bus in die historische Hafenstadt Veracruz unterwegs gewesen seien.

Fernsehbilder zeigten Rettungskräfte, die blutverschmierte Körper aus völlig zerbeulten Wrack zogen. Rund ein halbes Dutzend Leichen waren am Straßenrand aufgereiht.

Der Fahrer saß zum Zeitpunkt des Unfalls bereits seit mehr als zehn Stunden am Steuer. Der Busunternehmer wurde festgenommen. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Maltrata, rund 200 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt.

AP/Reuters AP Reuters

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker