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Mindestens 20 Tote Erdrutsch verwüstet Dorf in Costa Rica


Nach tagelangen heftigen Regenfällen hat ein Erdrutsch einen Vorort der Hauptstadt von Costa Rica verwüstet. Mindestens 20 Menschen kamen in den Schlamm-Massen ums Leben, etliche werden noch vermisst. Die Bewohner von San Antonio wurden im Schlaf überrascht.

Bei einem Erdrutsch in einem Vorort der costaricanischen Hauptstadt San José sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden im Schlaf von den Erdmassen verschüttet, die sich nach zweitägigem Dauerregen von einem Berghang lösten, teilten Rettungskräfte mit. Während Bergungsmannschaften die Trümmer in San Antonio de Escazu durchsuchen, ist auch Stunden nach dem Unglück nicht abzusehen, wieviele Menschen verschüttet worden waren.

Präsidentin Laura Chinchilla teilte mit, bis zum Nachmittag seien mindesten 20 Leichen geborgen worden, darunter vier Minderjährige.

"Man konnte die Leute rufen hören"

Ein Überlebender berichtete, er sei am frühen Morgen von einem lauten Geräusch aus dem Schlaf gerissen worden. "Man konnte die Leute um Hilfe rufen hören, aber es war nichts zu sehen", sagte er. Ein anderer Anwohner sagte: "Ich weiß, dass dort 20 Familien lebten. Sie waren sehr arm und siedelten am Flussufer. Als es passierte, klang es wie Turbinenlärm."

San Antonio liegt rund 15 Kilometer von San José entfernt. Die heftigen Regenfälle hatten einen Fluss nahe der Ortschaft über die Ufer treten lassen, mehr als 1500 Menschen in ganz Costa Rica suchten Schutz in Notunterkünften. Aus mehreren Teilen des mittelamerikanischen Landes wurden Hochwasser und Straßenblockaden durch Erdrutsche gemeldet.

dho/DAPD/AFP

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